Klangvolle Einstimmung auf die Adventszeit

Von: Hans-Leo Recker
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Stolberg-Breinig. Mit einem zum Advent inhaltlich passenden und interpretatorisch äußerst gelungenen Konzert ließen sich die vielen Zuhörer in der Breiniger Pfarrkirche von der Musikalischen Gesellschaft Breinig und dem Kirchenchor St. Barbara gebührend auf die vorweihnachtliche Zeit einstimmen.

Dafür hatten die Ausführenden Werke von Georg Friedrich Händel und Felix Mendelssohn-Bartholdy, denen man in diesem Jahr besonders gedenkt, sowie eine Kantate von Johann Sebastian Bach gewählt.

Das Konzert begann mit einer Händel-Sonate, die das Streicherensemble in einer Bearbeitung für zwei Violoncelli und Orchester von Feuillard und Tortellier mit intensivem Ausdruck spielte.

Dirigent Dieter Beissel wählte für die vier unterschiedlichen Sätze fein aufeinander abgestimmte Tempi, die den beiden Cellisten Klaus M. Schmidt und Peter Nickl viel Raum für ein spannendes Konzertieren gab.

Insbesondere im Eingangs-Grave und während des Largo beeindruckten sie mit wunderschön ausgeformten Kantilenen. Ebenso überzeugten Leiter und Orchester mit einem in allen Stimmen transparenten und dynamischen akzentuierten Vortrag zweier Sätze aus der letzten Streichersinfonie g-moll von Mendelssohn-Bartholdy.

Zwischen diesen beiden instrumentalen Darbietungen erfreuten die Sopranistin Angelika Großimlinghaus und die Altistin Martina Küpper in den beiden Duetten „Sonntagsmorgen” und das aus dem Oratorium „Elias” stammende „Zion streckt ihre Hände aus” die Zuhörer mit ihren klaren klangvollen Stimmen, dezent auf der Orgel unterstützt von Franz Körfer.

Der führte dann in der Folge mit weiteren Werken des romantischen Jubilars den Breiniger Kirchenchor, begleitet zum einen von einem präzise intonierenden Basso Continuo mit Günter Jansen am Orgelpositiv, zum anderen vom bestens aufgelegten Orchester der Musikalischen Gesellschaft, zu ungeahnten Höhen.

Denn in den Choralsätzen „Wirf dein Anliegen auf den Herrn” und „Deines Kinds Gebet erhöre” sowie „Verleih uns Frieden gnädiglich” und der für einen gemischten Chor umgearbeiteten Arie „Sei stille dem Herrn” aus dem „Elias” erwiesen sich die Sängerinnen und Sänger als ein Chor mit großem Klangvolumen und niveauvoller Gestaltungskraft, der jederzeit den Intentionen und Weisungen seines Leiters Franz Körfer zu folgen weiß.

Dies zeigte er dann noch einmal eindrucksvoll zusammen mit den Solisten Mara Trump (Sopran), Thomas Thiele (Tenor) und Volker Conrads (Bass) in der Bach-Kantate „Nun komm der Heiden Heiland”, BWV 61 und in dem Choral „Brich an, du schönes Morgenlicht” aus dem zweiten Teil des Weihnachtsoratoriums. Es war der krönende Abschluss eines Konzertes, das sich als würdige Einstimmung in die Adventszeit erwies und wohl auch deshalb so viel Zuspruch und Beifall fand.
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