Stolberg-Mühle - Klanggewaltige Vorstellung der neuen Kirchenorgel in St. Mariä Himmelfahrt

Klanggewaltige Vorstellung der neuen Kirchenorgel in St. Mariä Himmelfahrt

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:

Stolberg-Mühle. Glückselig lächelnd sitzt Hermann-Josef Schulte an den beiden Tastaturen, auch Manuale genannt, und lässt flink seine geschulten Finger über die schwarzen und weißen Tasten gleiten.

Die Augen des hauptamtlichen Kirchenmusikers leuchten, als er ein Register der neuen Orgel in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt zieht und imposante Klänge den Kirchenbau erfüllen. Ein ganzes Jahr lang benötigte der Mönchengladbacher Orgelbauer Martin Scholz, um das Einzelstück anzufertigen und genau an den Klangraum der Kirche anzupassen.

Ein weiteres halbes Jahr dauerte der Aufbau des schweren Geräts vor Ort. Am 1. November 2009 wurde die neue Orgel, deren Daten beinahe ebenso beeindruckend sind wie ihr Klang, von Weihbischof Dr. Johannes Bündgens in einer feierlichen Zeremonie geweiht (wir berichteten).

Ursprünglich war das mechanische Instrument mit 25 Registern konzipiert, bekam aber letztlich sogar 28, da sich drei Register der alten Orgel hervorragend eigneten, um in ihrer Nachfolgerin eingebaut zu werden. „Jedes einzelne Register ist ein Klang-Kosmos. Ich bin hellauf begeistert von der Orgel”, schwärmt Schulte.

Er sitzt vor 1600 Orgelpfeifen und einem gut fünf Meter hohen Aufbau, der eine Grundfläche von knapp zehn Quadratmetern einnimmt. „Der Klang der Orgel ist an die Epoche der Romantik angelehnt. Typisch für die romantische Ausrichtung des Instruments sind die vielen achtfüßigen Register”, erklärt der Organist, während er den sogenannten „schwebenden Klang” demonstriert.

„Im Stadtgebiet haben wir auch in St. Hubertus in Büsbach, in der Herz-Jesu-Kirche in Münsterbusch und vor allem in St. Lucia in der Altstadt tolle mechanische Kirchenorgeln; die beste ist aber meiner Meinung nach die neue Orgel in St. Mariä Himmelfahrt auf der Mühle”, beurteilt Schulte die Kirchenorgel-Landschaft der Kupferstadt.

Das Instrument im Werte eines Einfamilienhauses eigne sich ausgezeichnet, den Gesang der Gläubigen zu begleiten und durch solistische Beiträge zu glänzen, beschreibt der Kirchenmusiker. Pfarrer Hans-Rolf Funken pflichtet ihm bei und ergänzt: „Die Kirchenorgel ist die Königin der Instrumente. Sie dient der Ehrung Gottes und der Freude der Menschen.”

In drei Orgel-Konzerten mit freiem Eintritt wird das neue Instrument in St. Mariä Himmelfahrt in seiner gesamten musikalischen Bandbreite vorgestellt. Den Auftakt bildet das Konzert mit Marius Cierplikowski am Sonntag, 24. Januar. Ab 17 Uhr präsentiert der Organist Werke von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn und Charles-Marie Vidor.

Drei Konzerte bei freiem Eintritt

Drei Orgelkonzerte gibt es bis Ende März - bei freiem Eintritt. Sonntag, 24. Januar, 17 Uhr: Marius Cierplikowski; Sonntag, 28. Februar, 17 Uhr: Regionalkantor René Rolle; Sonntag, 28. März, 17 Uhr: Hermann-Josef Schulte.
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