Stolberg - Kita-Gipfel nährt Hoffnung auf mehr Plätze

Kita-Gipfel nährt Hoffnung auf mehr Plätze

Von: Michael Grobusch
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Die Zeit drängt. Um den ab 20
Die Zeit drängt. Um den ab 2013 geltenden Rechtsanspruch erfüllen zu können, müssen in Stolberg noch zahlreiche U 3-Betreuungsplätze geschaffen werden. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Gute Nachrichten vom Kita-Gipfel in der Landeshauptstadt konnte Ferdi Gatzweiler nicht mitbringen. „Ich war zwar in Düsseldorf, habe aber an einer Veranstaltung zum Stärkungspakt teilgenommen”, räumte der Bürgermeister mit dem am Dienstag kurzzeitig im Rathaus kursierenden Gerücht auf, er sei persönlich an dem vereinbarten Programm zur Schaffung zusätzlicher U 3-Betreuungsplätze in Nordrhein-Westfalen beteiligt gewesen.

Aber immerhin: „Wir hoffen natürlich, dass auch Stolberg davon profitieren wird, dass der weitere Ausbau nun forciert werden soll”, so Gatzweiler.

Seinem zuständigen Abteilungsleiter Josef Offergeld spricht er damit aus dem Herzen. Zwar ist die von der Verwaltung aufgestellte Jugendhilfeplanung schlüssig und sieht das Erreichen der vom Bund angesetzten U 3-Betreuungsquote von 35 Prozent pünktlich zum Kita-Jahr 2013/14 vor. Mit der Umsetzung aber hapert es, seitdem das Land die Bewilligung von Förderanträgen für die Schaffung neuer Plätze auf das nächste Jahr verschoben hatte.

„Wir warten jetzt seit über einem Jahr auf den Zuwendungsbescheid”, blickt Offergeld auf gleich vier „Provisorien”, die es derzeit im Stadtgebiet gibt. Sowohl der katholischen Kindertagesstätte St. Barbara in Breinig als auch den städtischen Kitas im Rektor-Soldierer-Weg (Mausbach), in der Cornelia- und in der Bertholdstraße (Breinig) fehlt das Okay für den endgültigen Ausbau. Allesamt sollten die Arbeiten bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein. „Die verschieben sich nun ins Jahr 2012. Da stellt sich natürlich die Frage, was mit den Maßnahmen wird, die eigentlich für das nächste Jahr vorgesehen waren”, gibt Josef Offergeld zu bedenken.

Der Kita-Gipfel nährt die Hoffnung, dass das Tempo nun erhöht und der ehrgeizige Ausbauplan letztlich doch noch eingehalten werden kann. Das setzt freilich voraus, dass nicht nur für die genannten vier Einrichtungen die Fördermittel zeitnah überwiesen, sondern auch die weiteren Aus- und Umbauten bezuschusst werden. „Als Nothaushaltskommune können wir erst dann Investitionen tätigen, wenn die Fördergelder bewilligt sind”, verweist Offergeld auf die unumgängliche Reihenfolge, die die Stadt Stolberg einhalten muss.

Das betrifft in einem ersten Schritt die vorgesehene und mit dem Landesjugendamt auch schon abgesprochene Erweiterung der katholischen Kindertagesstätte St. Sebastianus in der Atsch. Hier sollen weitere 22 U 3-Plätze entstehen und die Kapazitäten damit auf fünf Gruppen erhöht werden. 2013, so sieht es das ursprüngliche Szenario der Stadt vor, sollen zusätzliche Betreuungsplätze auch in den Kitas auf der Liester und in der Mozartstraße geschaffen werden. Im ersten Fall geht es um eine neue Zehnergruppe mit Kindern im Alter von null bis zwei Jahren, im zweiten um die Umwandlung einer Regelgruppe in eine gemischte Gruppe mit sechs Zweijährigen.

Ergänzt werden soll das (innerstädtische) Angebot ab dem nächsten Sommer durch die integrative Kindertagesstätte der Caritas Lebenswelten am Obersteinfeld, wo Anfang des Jahres der Baubeginn und bereits im August die Eröffnung von vier Gruppen und insgesamt 55 Plätzen auf dem Programm stehen.

Neue Kita in der Josefstraße?

Bliebe noch der Bereich Donnerberg, wo ebenfalls eine neue Einrichtung in freier Trägerschaft angestrebt wird. „Wir werden mit diesem Thema Anfang des Jahres in den politischen Raum gehen”, hat Abteilungsleiter Offergeld die erste Sitzung 2012 des Jugendhilfeausschusses im Blick. Dann dürfte es zunächst um die Auswahl eines geeigneten Grundstückes gehen.

Dem Vernehmen nach favorisiert die Verwaltung den Standort Josefstraße und dort konkret einen Teil des Kinderspielplatzes. Hier könnte man wohnortnah den vorhandenen Betreuungsbedarf decken und zugleich in der Kita Höhenstraße die Raumnutzung durch eine Reduzierung von drei auf zwei Gruppen optimieren. Ein Investor und Betreiber steht bis dato noch nicht fest. Aber Josef Offergeld zeigt sich in diesem Punkt sehr zuversichtlich: „Wir haben bereits mit mehreren Interessenten Gespräche geführt.”
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