Kirchengemeinde setzt Tradition mit Weihnachtssingen fort

Von: Toni Dörflinger
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Das gemeinschaftliche Singen von Advents- und Weihnachtslieder machte den Besuchern in der Vogelsangkirche großen Spaß. Rechts in der ersten Reihe, Pfarrer Axel Neudorf. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Die Vogelsangkirche ist in ein geheimnisvolles, gelbes Licht getaucht. Auf den Gesimsen und am Altar brennen kleine Teelichter. In den Fensternischen sind Strahler platziert. Die Menschen, die in den gut gefüllten Bänken sitzen, blättern in Liederheften.

Gleich wird man mit dem Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, das gemeinschaftliche Singen starten. Organisiert hat den weihnachtlich geprägten Abend Axel Neudorf. Der 43-jährige Theologe ist seit September dieses Jahres der neue Pfarrer von Stolbergs Evangelischer Gemeinde. Neudorf setzt mit dem gemeinschaftlichen Singen zur Advents- und Weihnachtszeit eine Tradition fort, die seine Vorgängerin, Pfarrerin Elke Gericke, im Jahr 2009 begründet hat.

Das gemeinschaftliche Singen macht den Menschen sichtlich Spaß. Immer wieder werden „Wunschlieder“ angestimmt. Und so folgen nach dem Eingangslied mit „Stern über Bethlehem“, „In dulci jubilo, nun singet und seid froh“ und „O Heiland reiß die Himmel auf“, weitere, stimmungsvolle Weihnachtstexte.

Dass auch Pfarrer Neudorf ein guter Sänger ist, stellt er mit dem Kanon „Dona nobis pacem“ unter Beweis, den er anstimmt und an die Gemeinde weitergibt. An der Orgel sitzt derweil Kantor Gunther Antensteiner, der den Gesang mit großartiger und gefühlvoller Instrumentalmusik anreichert.

Aber auch die Texte, die Axel Neudorf im Wechsel mit den Gesängen einstreut, tragen zusätzlich zu der vorweihnachtlichen Stimmung bei.

Mit Humor

So dreht sich der erste Text traditionell um die Geburt Christi, die den Gläubigen das Licht in die Welt bringt. Im zweiten Text geht es hingegen humorvoll und ein wenig überzogen und nicht der Realität entsprechend zu. Gott beschließt nämlich am Heiligen Abend das Weihnachtsfest gemeinsam mit den Menschen zu verbringen. Er setzt sich in ein Zugabteil und verwickelt die dort anwesenden Menschen in ein Gespräch. Im Verlaufe dieses Austausches wird Gott bewusst, dass er nach wie vor auf der Erde dringend gebraucht wird. Also beschließt er auch im nächsten Jahr beim Weihnachtsfest auf der Erde anwesend zu sein.

Bevor es dann mit „Es kommt ein Schiff geladen“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ weitere Lieder angestimmt wurden, setzte Gunther Antensteiner die Orgel in der 1648 entstandenen kleinen Dorfkirche in Bewegung, um ein weihnachtliches Instrumentalstück zum Besten zu geben.

Schlusssegen

Mit dem gemeinsam gebeteten „Vater unser“ und dem Schlusssegen von Pfarrer Neudorf endete dann das gemeinschaftliche Singen. Richtig gemütlich wurde es aber noch danach, als Gemeindemitglieder im Eingangsbereich der Kirche an die „Hobby-Sänger“ Glühwein und nichtalkoholischen Punsch ausschenkten.

Vielleicht hat dem ein oder anderen Besucher das gemeinschaftliche Singen soviel Spaß gemacht, dass er demnächst am Chorgesang der Kantorei, mittwochs von 20 bis 21.45 Uhr, im Ökumenischen Gemeindezentrum, Frankentalstraße 18 teilnimmt?

Kontaktaufnahme ist aber auch über den Chorleiter Gunther Antensteiner, Telefon 865177, möglich oder im Internet unter www.kirchenmusik-stolberg.de.

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