Kirch will Gesellschaft zur Stadtentwicklung

Von: -jül-
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Stolberg. Stolpersteine aus dem Weg räumen, alle Beteiligten an einen Runden Tisch holen, Kontakte schaffen zwischen Eigentümern, Investoren und Geldgebern möchte Paul Kirch, um Oberstolberg zu beleben.

„Wir brauchen keine teuren Konzepte, sondern wir müssen handeln”, sagte der Bürgermeisterkandidat der CDU auf einer Bürgerversammlung in der Altstadt.

Kernpunkt seiner Vorstellungen, um in Oberstolberg als Stadt aktiv handeln zu können, ist die Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft.

„Sie kann privatwirtschaftlich agieren und wäre nicht an die Zwänge einer Verwaltung gebunden”, erläuterte Hans-Josef Siebertz.

Denn rechtliche und finanzielle Hürden in einem Rathaus würden eine aktive Entwicklung des Stadtteils erschweren. Es sei aber endlich Zeit zu handeln.

Ein weiteres Gutachten für die Schublade lehne die CDU dagegen ab. „Die DSK sammelt doch auch nur unsere Ideen und verkauft sie uns dann teuer zurück”, sagte Kirch. Die Forcierung von Ideen für Oberstolberg an einem Runden Tisch müsse dagegen Chefsache sein.

Mit einer Stadtentwicklungsgesellschaft lasse sich dann eine blockweise Vermarktung, eine Zusammenlegung von Geschäftsräumen und das Schaffen von Verweilzonen in der Praxis realisieren.

Fassadenwettbewerbe, eine Aufwertung von Hinterhof-Landschaften, mehr Blumenschmuck und Barrierefreiheit sind Vorschläge der CDU.

„Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, damit Geschäftsleute investieren”, unterstrich Ratskandidat Martin Hennig - mit kurz- wie mit mittelfristig greifenden Maßnahmen.

Beispiele dafür, was solche Rahmenbedingungen sein können, kamen von anwesenden Bewohnern und Geschäftsleuten aus Oberstolberg. Sie forderten einen Verzicht auf Parkgebühren als wirtschaftsfördernde Maßnahme.

„Eine Stadt im Zustand Stolbergs kann sich diese Gebühren im Konkurrenzkampf mit anderen Standorten einfach nicht leisten”, plädierte ein Kaufmann für Blaue Zonen, die aber auch überwacht werden müssten.

Denn vorhandene Stellplätze mit Parkscheiben würden immer wieder von Dauerparkern blockiert.

Als Hundeklo missbraucht würden die innerstädtischen Beete. „Manch einer setzt seinen Hund für dessen Geschäft sogar in die Hochbeete”.

Mangelnde Sauberkeit, Ordnung und Überwachung wurden ebenfalls beklagt, wobei insbesondere der Eingangsbereich und das Umfeld des Rathauses eine schlechte Visitenkarte abgebe und weit entfernt sei von blühenden Landschaften, so die Bürger.

Beklagt wurde ebenfalls der holprige Zustand des Kopfsteinpflasters sowie die Glättegefahr des Blausteinbelags.

Die erfolgte Öffnung des Steinwegs müsse durch die Schaffung weiteren Parkraums begleitet, aber auch die ordnungsgemäße Nutzung der eingerichteten Stellplätze überwacht werden, forderten Anwohner.

Vermisst wurde weiterhin eine öffentliche Toilette. Obwohl für die Realisierung dieses kostenträchtigen Angebots noch nicht das „Ei des Kolumbus” gefunden sei, sollten vorhandene öffentliche WCs ausgeschildert werden.

Vorsitzender Kunibert Matheis versprach, dass sich der gastgebende Ortsverbands Mitte der Anregungen annehme - in der Hoffnung, dass sie die parlamentarische Hürde zur Bearbeitung in der Verwaltung auch nehmen.
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