Kindertagesstätte: Anbau aus Holzwänden mit Grasdach

Von: Ottmar Hansen
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Die Bagger sind angerollt. Sie haben die ersten Baugruben für die Anbauten der Kindertagesstätte schon ausgehoben. Bis zur Fertigstellung der Gebäude wird allerdings noch ein Jahr vergehen. Foto: J. Lange
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So soll die Kindertagesstätte nach Fertigstellung der Anbauten einmal aussehen.

Stolberg-Gressenich. Die Kindertagesstätte in Gressenich wird erweitert. Die Bagger sind angerückt, die Bauarbeiten jetzt angelaufen. Bis zu dem Ende der Sommerferien 2016 soll das rund 790.000 Euro teure Projekt abgeschlossen sein.

Wo neue Anbauten für den Kindergarten entstehen sollen, ist derzeit bereits zu erkennen. Die schweren Baumaschinen haben bereits die Erde dort ausgehoben, wo die Fundamente angelegt werden sollen. Sind die Betonplatten erst einmal gegossen, kann mit dem Hochziehen der Wände begonnen werden. Und zwar so, dass sie sich optisch ideal in den Bau einfügen werden.

Wände aus Ton

Der Kindergarten ist schließlich etwas Besonderes. Gelegen an der Ecke Parkstraße/Auf dem Königreich, wurde die Kindertagesstätte 1989 nach ökologischen Gesichtspunkten errichtet. Das Büro Glashaus Architekten aus Aachen entwarf den Bau, der mit Wänden aus Ton hoch gezogen und mit einem Grasdach gedeckt wurde.

Die Bauart hatte ihren Grund: Die Kindertagesstätte sollte möglichst energiesparend betrieben werden können. Gestartet wurde seinerzeit mit drei Regelgruppen. Doch inzwischen ist nicht nur das Gebäude in die Jahre gekommen, auch die Anforderungen an den Kindergarten sind gestiegen. Für eine integrative Gruppe muss ein Therapieraum angebaut werden. Für Kinder im Alter unter drei Jahren benötigt der Kindergarten einen zentralen Wickelraum. Neue Personalräume müssen her, die sanitären Anlagen müssen erweitert werden. Es wird insofern mehrere Anbauten an den Kindergarten geben.

Neue Heizung

Außerdem sollte eine neue Zentralheizung eingebaut werden. Die alte Anlage entspricht nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Die Beleuchtung soll auf kostensparende LED-Lampen umgestellt werden. Das Projekt wird übrigens erneut von dem Aachener Architekturbüro betreut, das bereits 1989 für den besonderen Bau verantwortlich zeichnete.

Nach Ausschreibung und Vergabe der einzelnen Arbeiten an entsprechende Unternehmen sind jetzt die ersten Bagger angerückt. Sie haben die Baugruben für die Bodenplatten der geplanten Anbauten ausgehoben. Die Arbeiten werden „bei laufendem Betrieb“ ausgeführt. Das heißt, während die Kindertagesstätte größtenteils weiter genutzt wird.

Integrative Gruppe

Zuerst soll ein Anbau für die integrative Gruppe errichtet werden, in der behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam betreut werden. Dann werden moderne sanitäre Einrichtungen für Kinder und Betreuungspersonal eingebaut. Einige Räume können während der Bauzeit nicht genutzt werden. Eine Kindergartengruppe musste deshalb jetzt zum Start des neuen Kindergartenjahres in die Einrichtung nach Schevenhütte ausweichen. Ist der erste Anbau bezugsfertig, werden sie jedoch wieder nach Gressenich zurück kehren können.

Wie Abteilungsleiter Ulrich Coopmann vom zuständigen Hochbauamt im Stolberger Rathaus auf Anfrage weiter mitteilte, soll der umweltfreundliche Standard des Gebäudes auch bei den Anbauten beibehalten werden. Das heißt: Die Unterkonstruktion der neuen Wände des Projekts wird aus Holz angefertigt. Um diese Holzkonstruktion vor der Witterung zu schützen, sollen allerdings Fassadenplatten darüber angebracht werden. Auch die Neubauten sollen mit einem Grasdach eingedeckt werden. Umweltfreundlich und außerdem schön anzusehen.

Die Nutzung von Solarenergie für die Warmwasserbereitung lohne sich nicht, hatten die Architekten zuletzt den Politikern im Bauausschuss im Stolberger Rathaus vorgetragen. Eine Photovoltaikanlage auf den Dachflächen des Kindergartens zur Stromgewinnung sei bislang kein Thema gewesen, so die Auskunft im Ausschuss.

Kostenrahmen einhalten

Ulrich Coopmann geht davon aus, dass der vorgegebene Kostenrahmen für den Ausbau des Kindergartens in Gressenich eingehalten wird. Spätestens in einem Jahr soll die Eröffnung der neuen Räume gefeiert werden können. Wenn die Kinder zum Start des Kindergartenjahres in die Gressenicher Einrichtung kommen, sollen alle neuen Räume genutzt werden können.

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