Kinderbetreuung: Angebot in Stolberg hat sich etabliert

Von: Michael Grobusch
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Der Betreuungsplan von Josef Offergeld (l.) und Willi Seyffarth geht offenbar auf. Foto: M. Grobusch

Stolberg. Die Lage ist stabil, das Angebot hat sich offenbar etabliert. Diese Schlüsse lassen die jetzt vorliegenden Anmeldungen für das Kindergartenjahr 2015/16 in Stolberg zu. Überraschungen sind bei dem Verfahren ausgeblieben.

Allenfalls von leichten Verschiebungen und der Fortsetzung bisheriger Trends konnten Jugendamtsleiter Willi Seyffarth und sein Stellvertreter Josef Offergeld am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung berichten. „Das hatten wir auch so prognostiziert“, sehen sich die beiden denn auch in ihren Planungen bestätigt.

Mit 1800 abgeschlossenen Betreuungsverträgen liegt die absolute Zahl nur geringfügig unter dem Vorjahreswert (1816). Auch hinsichtlich des Betreuungsumfanges gibt es keine wesentlichen Veränderungen. Weiterhin wird das 35-Wochenstunden-Modell – für diesmal 976 Kindern – am häufigsten gewünscht, für 611 Kinder wurden 45 wöchentliche Betreuungsstunden vereinbart, 25 Stunden hingegen lediglich für 26 Kinder gebucht.

Dass die Gesamtzahl der gemeldeten Kinder trotz des Geburtenrückgangs konstant geblieben ist, liegt an der zunehmenden Nachfrage bei der U3-Betreuung. Für diese werden im Kita-Jahr 2015/16 insgesamt 315 Plätze in Kindertagesstätten sowie weitere 144 in der Tagespflege zur Verfügung stehen. Rechnet man die in der katholischen Kita St. Sebastianus Atsch geplanten 22 U3-Plätze sowie sechs weitere in der städtischen Kita Mozartstraße hinzu, „dann werden wir die knapp 500 Plätze bald erreicht haben, die wir in unserer Ausbauplanung als letzte Stufe vorgesehen hatten“, betont Josef Offergeld.

Inwieweit darüber hinaus eine weitere Aufstockung des Angebotes erforderlich werden könnte, bleibt abzuwarten. Klar ist indes aus Sicht von Willi Seyffarth schon jetzt eins: „Es wird immer mehr zur Normalität, dass die Kita-Betreuung schon im Alter von zwei Jahren beginnt.“ Das kann sein Kollege Offergeld nur bestätigen: „Die gesellschaftliche Akzeptanz der Betreuung ab Zwei nimmt immer weiter zu.“ Was auch daran liege, dass die Kitas als Bildungseinrichtungen mittlerweile hohe Anerkennung genössen. Deshalb gibt es mittlerweile auch in fast allen Einrichtungen im Stadtgebiet mindestens sechs Plätze für unter Dreijährige.

Dass Bildung Geld kostet, zeigt (auch) ein Blick auf die Finanzierung des kommenden Kindergartenjahres. Die Stadt Stolberg weist in ihrer Vorlage zum Jugendhilfeausschuss, der am 26. Februar zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen wird, Kosten in Höhe von 7,67 Millionen Euro aus. Hinzu kommen knapp 250.000 Euro, die durch die Übernahme von Anteilen freier Träger an den Betriebskosten fällig werden. Zieht man von der Summe die zu erwartenden Elternbeiträge in Höhe von gut einer Million Euro ab sowie 511.000 Euro, die das Land NRW der Stadt Stolberg für das beitragsfreie letzte Kindergartenjahr erstattet, bleiben Gesamtausgaben von rund 6,4 Millionen Euro.

Weitere 614.000 Euro werden im Falle einer Vollbelegung der Tagespflegeplätze fällig. Die zusätzlichen Kosten durch zusätzliches Personal dürften sich derweil in Grenzen halten Für die neu geschaffene U3-Gruppe im städtischen Familienzentrum Auf der Liester kalkuliert das Jugendamt mit zweieinhalb zu besetzenden Stellen. Die leichte Zunahme bei der 45-Stunden-Betreuung soll hingegen durch befristete Stundenerweiterungen bei Teilzeitkräften kompensiert werden.

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