Kinder mit Essstörung, Jugendliche mit Aggression

Von: tol
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Stolberg. An der Frankentalstraße 3 unterhält die Städteregion eine von drei Erziehungsberatungsstellen. Ein vierköpfiges Team kümmert sich dort um alle Probleme, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben.

Diplom-Psychologin Urte Schink erläuterte den Politikern im Jugendhilfeausschuss, wie breit das Feld ist, auf dem Hilfe angeboten wird: Es reicht von Trennung und Scheidung über Erziehung und Schule bis zum Tod nahestehender Menschen.

250 bis 300 Anmeldungen verzeichnen die Psychologin und ihre beiden Teamkollegen, die Diplom-Sozialpädagogen Tom Fey und Sabine Rommel, pro Jahr. 50 bis 60 davon kommen auf Empfehlung des Jugendamtes. Bis zu hundert Fälle im Jahr pro Berater(in) bedeuten „maßvolle Wartezeiten”. Will heißen: Jeder zweite Ratsuchende, der sich unter ? 22545 bei Gaby Schrey-Wojciechowski im Sekretariat meldet, bekommt einen Termin binnen zwei Wochen, jeder fünfte innerhalb von vier Wochen.

Drei von zehn müssen etwas länger warten - Fälle, in denen die Fachleute der Ansicht sind, dass gegenüber drängenderen Problemen keine Eile geboten ist. Aber die Inhalte kennen auch wirklich nur die Berater(innen), und die sind zum Schweigen verpflichtet. Das Ganze gibts für die „Kunden” zum Nulltarif, da es sich um ein Angebot der Jugendhilfe auf Basis einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung handelt.

Sechs Stolberger Familienzen-tren sind Kooperationspartner der Beratungsstelle. In deren Sprechstunden oder Elterncafés - laut Schink ein mit rund 20 Gästen „gut besuchter Ort” - bieten sich immer wieder Themen für eine professionelle Problemlösung an. Da erfahren die Sozialpädagogen und die Psychologin gleichermaßen von Kindern mit Essproblemen wie von Jugendlichen mit Aggressionen.

Die lange Tradition von Elterntrainings ist 2011 mit dem Training für Eltern von AD(H)S-Kindern wieder aufgenommen worden. Außerdem ist in der Beratungsstelle die „Fachstelle Sexueller Missbrauch” angesiedelt, in der Sabine Rommel zahlreiche Angebote zur Vorbeugung unterbreitet.

Mit Tom Fey verfügt die Beratungsstelle über einen Mitarbeiter, der neben der Arbeit vor Ort auch online aktiv ist: in der „virtuellen Beratungsstelle” der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Die Beratungsstelle ist als eine der ersten in Deutschland entsprechend den Anforderungen der Jugendministerien zum dritten Mal in Folge mit dem Gütesiegel ausgezeichnet worden.

Die häufigsten Beratungsanlässe im Überblick

Erziehungsfragen, Familienkonflikte, Schulschwierigkeiten, Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten, Trennungs- und Scheidungsprobleme, Misshandlung und sexueller Missbrauch sind die häufigsten Beratungsanlässe. Das Angebot richtet sich an Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, Alleinerziehende, Familien und an alle Menschen, die beruflich mit Erziehung zu tun haben.

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