Stolberg - Kinder lernen Lebensmittel zu schätzen

Kinder lernen Lebensmittel zu schätzen

Von: Marie-Luise Otten
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Aus alt mach neu: Ökotrophologin Claudia Kay vom Umweltzentrum Hollen zeigt den Kindern in Zweifall, wie aus Butterbrotpapier und mit dem „Paper Potter“ kleine Pflanztöpfchen hergestellt werden. Foto: M.-L. Otten

Stolberg. Wo lagert man das Müsli? Und was macht der Teddy im Kühlschrank? Was besagt das Mindesthaltbarkeitsdatum? Diese Fragen griff jetzt die Grundschule Zweifall unter dem Thema „Wirf mich nicht weg!“ auf.

Die Zahlen, die im Zusammenhang mit Lebensmittelverschwendung genannt werden, sind erschreckend: 11 Millionen Tonnen Lebensmittel werden allein in Deutschland weggeworfen oder verschwendet. Verursacher sind nicht allein die Supermärkte oder die Industrie, 61 gehen auf das Konto der Verbraucher.

Um dieser Verschwendung entgegenzuarbeiten und das Bewusstsein zu schärfen, Lebensmittel nicht mehr achtlos im Müll verschwinden zu lassen, zeigte die Ökotrophologin Claudia Kay vom Umweltzentrum Hollen den Viertklässlern, wie wertvoll Lebensmittel sind und warum sie nicht in den Mülleimer gehören.

So wurde am Beispiel der Erdbeere der Weg vom Säen bis zur mundgerechten Verzehrung nachgegangen. Anhand eines Legespiels machte sie den Kindern deutlich, das Lebensmittel auf ihrem Weg Rohstoffe, Energie und Arbeitskraft verbrauchen.

Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit der Station „Topf oder Tonne“. Großformatige und stabile Bildkarten halfen bei der Entscheidung, welche Lebensmittel noch genießbar sind oder in die Mülltonne gehören. Zu den Tipps und Tricks zählte ein Ampeltest für Eier, der Augen-Nase-Mund-Check bei Milchprodukten oder auch Rezepttipps für nicht mehr ganz schönes Obst.

Die richtige Lagerung spielte ebenfalls eine Rolle. Ein Ausmalbild machte deutlich, dass es für Lebensmittel verschiedene Lagerplätze gibt und jedes an den richtigen Platz gehört, wie beispielsweise das Brot, damit es nicht austrocknet und weggeworfen werden muss. Für die Station „Frisch eingetopft“ standen für die Schülerinnen und Schüler Erde und Saatgut für Gemüse bereit. Die Pflanztöpfchen mussten allerdings erst selbst aus Butterbrotpapier hergestellt werden. Das Lernziel beim Eintopfen für die Kinder war, wie viel Zeit, Wasser und Pflege so ein Anbau benötigt, bis daraus eine kleine Pflanze wird.

Die zwei Schulstunden vergingen wie im Fluge und die kreativen Arbeiten waren schnell verrichtet. Am Ende wurden in einer gemeinsamen Abschlussrunde mit den Klassenlehrerinnen Ulrike Herriger und Sarah Vollrath von den einzelnen Stationen berichtet, was erlebt und gelernt wurde. Das Projekt gegen die Lebensmittelverschwendung wird von von einem privaten Unternehmen gefördert.

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