Kicker vom Donnerberg bald vereint?

Von: Doris Kinkel-Schlachter
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Aus den Fußballvereinen FC Columbia (weiß-blau) und TSV Donnerberg (schwarz-rot) soll nach der Fusion der FSV Columbia Donnerberg 2015 (rot-weiß) werden. Grafik: Hans Gerd Claßen
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Die Sportanlage des FC Columbia am Trockenen Weiher soll einem großen Naubaugebiet weichen.

Stolberg. Anstoß: Der Fusion zwischen den beiden Donnerberger Fußballvereinen FC Columbia Stolberg und TSV Donnerberg scheint nichts mehr im Wege zu stehen. Fast. Rene Schlepütz sagt es so: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Dann fügt der Columbia-Geschäftsführer allerdings noch ein „fast“ hinzu, denn es gebe in den eigenen Reihen Befürworter und Gegner für das Vorhaben des Klubs.

„Wenn sich ein Verein auflösen muss, ist die Stimmung natürlich immer durchwachsen, schließlich gibt es Columbia seit 1911, aber es ist die einfachste und kostengünstigste Lösung“, so Schlepütz.

Der FC Columbia lädt für nächste Woche Freitag, 20.30 Uhr, zur außerordentlichen Mitgliederversammlung ins Vereinsheim ein. Tagesordnungspunkt 3: Abstimmung über die Fusion/Auflösung des Vereines.

Vertrag läuft aus

„Die Stadt wird den auslaufenden Nutzungsvertrag für den Sportplatz Krakau I nicht verlängern. Dort ist ein Neubaugebiet geplant. Um weiterhin Fußball auf dem Donnerberg zu spielen, bietet sich nur die Fusion mit dem TSV an und die damit verbundene Erstellung eines Kunstrasenplatzes“, schreibt Schlepütz den Mitgliedern.

Es liegt auf der Hand

Und der Geschäftsführer der Columbia erklärt im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wir wollen uns auflösen und in den TSV übergehen. Es liegt ja auch auf der Hand, die Entfernung ist nicht groß und das Wichtigste ist schließlich, dass auf dem Donnerberg ein Sportplatz erhalten bleibt!“ Erhalten wird die Sportanlage des TSV Donnerberg an der Birkengangstraße. Mehr noch: Anfang 2016 wird aus der Aschenbahn ein moderner Kunstrasenplatz gemacht und das Vereinsheim wird saniert.

Grillhütte und Parkplätze bleiben bestehen, die Überlegungen, ein Kleinspielfeld zu errichten, sind wieder verworfen, weil das laut Vorstand den Rahmen sprengen würde. TSV-Geschäftsführer Markus Baginski rechnet mit 550.000 Euro Kosten für das Bauvorhaben, etwa 30.000 Euro würden in Eigenleistung gestemmt, rund 20.000 mit Spenden eingenommen und 150.000 Euro als Kredit aufgenommen, aber eine genaue Aufstellung sei erst möglich, nachdem eine Bodenprobe entnommen ist.

Ein entsprechendes Gutachten sei in Auftrag gegeben. „Es läuft“, sagt Baginski zuversichtlich. Wenn der Architekt seine Planungen dann abgeschlossen habe und alle Angebote eingeholt seien, werde der Verein bis zum Herbst einen Zuschussantrag über die restliche Summe an die Stadt stellen.

„Darauf warten wir“, sagt Tim Grüttemeier. Voraussetzung für einen positiven Zuschussbescheid seitens der Stadt sei natürlich die Fusion sowie eine komplette Planung der Umbaumaßnahmen, erklärt der Bürgermeister. „Wenn die Planungen stehen, kann Columbia natürlich auch noch nach Auslaufen der Nutzungsverträge bis zum Sommer auf Krakau spielen, wir werfen die Spieler nicht vom Platz“, betont Grüttemeier. Auch er sieht der Fusion positiv entgegen, alleine schon der räumlichen Nähe wegen; die Jugend beider Vereine spiele bereits zusammen. Eine neue Sportanlage sieht er als Gewinn für die Stadt.

Das sehen die Geschäftsführer der Vereine ebenso. Rene Schlepütz: „Ins Neubaugebiet werden viele Familien ziehen. Und das bedeutet Zuwachs für den Fußball.“ Markus Baginski: „Ohne Kunstrasen geht eh nichts mehr. Bald haben wir eine moderne Anlage, ein schönes Umfeld und ein Heim, das wir überwiegend in Eigenleistung wieder in Schuss bringen werden“

Und auf diesem Heim werden dann mit Sicherheit auch der Vereinsname sowie ein frisches Wappen angebracht werden: FSV Columbia Donnerberg 2015 soll der neue Fußballclub auf dem Donnerberg heißen, und die Spieler werden dann zum Saisonauftakt in weiß-roten Trikots dem runden Leder hinterherjagen…

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