Stolberg-Münsterbusch - Kicker-Camp feiert gelungene Premiere in Münsterbusch

Kicker-Camp feiert gelungene Premiere in Münsterbusch

Von: Dirk Müller
Letzte Aktualisierung:
Die Macher des Fußball-Camps,
Die Macher des Fußball-Camps, die „Stolbärchen”-Partner und auch viele der Kinder freuen sich jetzt schon auf die elfte Auflage im nächsten Jahr.

Stolberg-Münsterbusch. Für die 40 Kinder, die am Fußball-Camp des Jugendamts und des SC Münsterbusch teilnehmen, ist es ein ganz besonderer Tag: Reiner Plaßhenrich, Trainer der U-19-Junioren der Alemannia Aachen, ist zu Gast am Glashütter Weiher und absolviert einige Trainingseinheiten mit den Nachwuchskickern.

Zur Begeisterung der Jungen im Alter von 8 bis 12 Jahren, denn für die meisten ist Plaßhenrich kein Unbekannter. Als Bürgermeister Ferdi Gatzweiler in die Runde fragt, wer denn Plaßhenrich kenne, sprudeln die Antworten förmlich aus den Kindermündern:

„Klar, der ist mit der Alemannia in die Bundesliga aufgestiegen”, „Da war er Kapitän” - die Kleinen sind bestens informiert. Während die Kinder mit Trikots von einem Sponsoren ausgestattet werden, dankt Gatzweiler den „Stolbärchen”-Partnern, die von Beginn an, also seit zehn Jahren, das Fußball-Camp ermöglichen. Spontan sagen Gerhard Meuth von der VR-Bank und Horst Schwering von der AOK zu, das Camp auch in den nächsten Sommerferien zu unterstützen. Dem schließt sich Peter Königs, Vorsitzender des SC Münsterbusch bereitwillig an. „Wir werden gerne wieder Gastgeber des Fußball-Camps sein, auch weil wir diese Ferienbetreuung als sportliche Nachwuchsarbeit sehen.”

Erstmalig findet die Woche, in der für die Kinder das runde Leder im Mittelpunkt steht, am Glashütter Weiher statt. „Das Camp hat am Breiniger Berg begonnen und die letzten sechs Jahre haben wir sehr gut mit dem VfR Venwegen zusammengearbeitet”, sagt Josef Offergeld vom Jugendamt. Den Grund für den „Umzug” des Angebots der Ferienspiele beschreibt Fachbereichsleiter Willi Seyffarth: „Das Stadion Glashütter Weiher liegt schon wesentlich zentraler. Wir sind froh, in Zusammenarbeit mit dem SC Münsterbusch so mehr Kindern aus dem Stadtgebiet das Fußball-Camp ermöglichen zu können.”

Theorie und Praxis

Der Plan ging auf, die Teilnehmerzahl wurde von 30 auf 40 angehoben, und heute sind alle Plätze besetzt. „Allerdings ist das Camp in vier übersichtliche Gruppen eingeteilt, damit zu der sportlichen auch die soziale Komponente verstärkt wird, die Kinder sich kennenlernen und Freundschaften schließen können”, erläutert Seyffarth. Die jungen Camp-Teilnehmer indes befinden sich schon wieder auf dem Rasen. In einer Gruppe bringt Plaßhenrich Theorie und Praxis zusammen: „Die Genauigkeit ist das Wichtigste. Je präziser das Zuspiel ist, desto leichter hat es euer Mannschaftskamerad und desto schwieriger ist es für den Gegner, an den Ball zu kommen”, erklärt er den Kindern während des Trainings. Prompt geht der nächste Pass ins Leere. Plaßhenrich lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. „Kein Problem. Das macht doch nichts, wir üben einfach weiter”, muntert er die Kinder auf. Aufmunterung brauchen auch zwei kleine Kicker, die zu Marc Griese humpeln. Knie beziehungsweise Knöchel sind die Problemzonen. Griese vom SC Münsterbusch hat die sportliche Leitung des Camps inne und für die lädierten Spieler schnell zwei Kühlmanschetten bereit. „So, jetzt macht ihr erstmal eine Pause, das wird gleich wieder”, sagt er und bleibt bei den Kindern sitzen, spricht ihnen gut zu, bis der Schmerz verflogen ist, und es weiter gehen kann.

Fünf Betreuer des SC Münsterbusch sind im permanenten Trainingseinsatz, dazu kommt die „gute Seele des Vereins” Hans Balduin, der das Vereinsheim zur Verfügung hält. Hier wird auch die warme Mittagsmahlzeit gemeinsam verköstigt. Seitens des Jugendamts begleitet Janine Thuir das Camp. Sie bietet auch das kindgerechte Rahmenprogramm außerhalb des Fußballs an - oder versucht es: „Wir haben am Anfang ein Kennenlern-Spiel gemacht, und ich habe noch andere Spiele angeboten. Allerdings sind die Kids hier total fußballverrückt und wollen die ganze Zeit trainieren”, meint Thuir. Zumindest mit dem SKM-Spielmobil will sie aber noch vorfahren, um Alternativen zum Kicken anzubieten.

Eine ganze Woche fast nur Fußball - wird das nicht irgendwann langweilig? „Nein, überhaupt nicht. Es macht viel Spaß, weil wir ja immer andere Sachen üben”, sagt der elfjährige Niklas überzeugt. Die Trainer des SC Münsterbusch haben ein Programm zusammengestellt, das mit elementaren Übungen zu Ballkontrolle und Koordination begann. Heute wird das Passspiel geübt, dutzende Torschüsse und Kopfbälle folgen.

Am Donnerstag wird als Synthese alles bisherige in Spielform geübt, bevor am Freitag ein großes Abschlussturnier den Höhepunkt der Camp-Woche darstellt.
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