Kettlebell-Sportler feiern Erfolge

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Kraft, Kreislauf und Beweglichkeit: Wer mit einer Kettlebell trainiert, macht den ganzen Körper fit. Der Sport kommt ursprünglich aus Russland. Auch in Stolberg hat er schon viele Fans gewonnen.

Stolberg. Obwohl die Kettlebell-Gruppe in Stolberg noch nicht lange trainiert, konnte sie bereits an den NRW-Meisterschaften teilnehmen. Seit Anfang Juni gehört sie zur Turniergemeinde in Stolberg und freut sich nun über neue Trainingsräume.

Aber was kann man sich unter einer Kettlebell vorstellen? Das Sportgerät ist eine Kugelhantel mit einem festen Griffbügel und wiegt zwischen zwei Kilogramm bis 32 Kilogramm. Je nach Gewicht hat sie Durchmesser von etwa acht bis 30 Zentimeter. In einer vorgegebenen Zeit sollen mit der Kugelhantel möglichst viele wiederholte Bewegungsabläufe wie Stoßen und Reißen durchgeführt werden.

Der Kettlebell-Sport stammt ursprünglich aus Russland und ist unabhängig vom Geschlecht ein Kraft-Ausdauersport für alle Altersklassen. Mit einem Kettlebell-Workout trainiert man gleich mehrere Fitness-Komponenten: Kraft und Kraftausdauer, Herz und Kreislauf, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordinationsfähigkeit. Dabei stärkt und stabilisiert man besonders die Körpermitte und kann, je nach Trainingsform, schnell Muskeln aufbauen.

Schon Schüler ab zehn Jahren können durch Fitnessübungen auf den Kettlebell-Sport vorbereitet werden. Aufgrund der kleinen Gewichte und des relativ einfachen Bewegungsablaufes ist der Sport auch für die Fitness für Menschen mit leichter Behinderung oder Senioren bis 70 Jahren geeignet.

Mit lobenswerter Hilfe des Sportamtes der Stadt Stolberg wurde eine Trainingsstätte im ehemaligen Kraftraum der Sporthalle Glashütter Weiher gefunden. Die Kettelbell-Sportler haben darüber hinaus handwerklich Hand angelegt und die Trainingsstätte in Eigenarbeit saniert und mit neuen Geräten ausgestattet. Das Training findet Montags, Mittwochs und Freitags von 19 Uhr bis 21 Uhr statt.

Die schon existierende Gruppe der Kettlebellsportler und ihr Trainer Vadim Sichwardt hatten sich erst Anfang Juni der Stolberger Turngemeinde angeschlossen. Aufgrund des guten Trainingsstandes konnten einige Sportler Ende Juni bei der ersten NRW-Meisterschaft in Düsseldorf teilnehmen – darunter auch zwei Stolberger Sportler mit Handicap (Para-Lifter).

Jewgenij Seip und Wladimir Derewjanko haben an den Meisterschaften teilgenommen. Über die von Trainer Vadim Sichwardt geförderte Inklusion waren alle Meisterschaftsteilnehmer begeistert.

Der Trainer ist ohnehin das große Vorbild der Kettlebellsportler: Zahlreiche Urkunden über Meisterschaftserfolge der vergangenen Jahre zieren eine Wand der Trainingsstätte. Der jüngste Erfolg ist von Mitte Mai, wo Vadim Sichwardt im polnischen Gdyina bei den Europameisterschaften den 3. Platz in der Biathlonklasse bis 95 Kilo belegt hat. Derzeit erfolgt eine intensive Vorbereitung auf die deutschen Meisterschaften Anfang September in Hamburg.

Da es jetzt eine neue Trainingsstätte Stolberg gibt, werden bei dem Trainingseifer und der Begeisterung für den Kettlebellsport weitere Erfolge zu erwarten sein. Trainer Vadim Sichwardt: „Gleichgesinnte, die gemeinsam den Kettlebell-Sport in Deutschland weiter vorantreiben möchten, sind gerne zu einem Probetraining willkommen.“

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