Kernige Rockmusik erzeugt Gänsehaut

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Die Band „Crazy Mama“ gastiert am 16. Januar in der Stolberger Altstadt-Kneipe „Piano“. Die Musiker orientieren sich vor allem an den Hits von J.J. Cale.

Stolberg. „Crazy Mama“, eine fünfköpfige deutsch-belgische Formation, ist der neue Stern am regionalen Retrofirmament. Die Band gastiert am 16. Januar in Stolberg.

Schon nach wenigen Auftritten galt die Band um den „Mighty Sleepwalkers“-Sänger Klaus Niessen in der hiesigen Musikszene als Geheimtipp, der es rockig-atmosphärisch und mit viel Fingerspitzengefühl für die Gründerjahre der kantig-kernigen Rockmusik angehen lässt.

Die Väter der verrückten Mutter, die sich in der Besetzung Klaus Niessen (Gesang, Keyboard, Percussion), Richard Niessen (Gitarre, Gesang), Roland Rongen (Gitarre), Thomas Braun (Bass) und Ewald Broichhausen (Schlagzeug) zusammengefunden haben, verzichten auf eigenes Songmaterial und huldigen dem 2013 verstorbenen US-amerikanischen Musiker und Komponisten J. J. Cale, der unter anderem die Clapton-Hits „After Midnight“ und „Cocaine“ geschrieben hat.

„J. J. Cale hat gnadenlos gute Kompositionen und Songs hinterlassen, die in ihrer Ehrlichkeit, Bescheidenheit und mit ihrer tollen Stimmung beeindrucken“, bewundert Niessen den Musiker, der sich nie in den Vordergrund gedrängt und immer durch seine Arbeit, unterstützt von hervorragenden Begleitmusikern, überzeugt hat. Die Band „Crazy Mama“, die nach einem Lied von Cale benannt wurde, möchte „dem Meister huldigen“, aber nicht seine Songs kopieren: „Eins zu eins nachzuspielen ist nicht unser Ding“, meint dazu der Stolberger Roland Rongen.

„Wir versuchen, das Feeling zu bekommen und den Zeitgeist einzufangen, den J. J. versprüht hat.“ Dabei kommt es den fünf Musikern mehr als gelegen, dass Klaus Niessen, der meist hinter den Keyboards Platz nimmt, so klingt, als stünde Cale höchstpersönlich auf der Bühne und würde seine eigenen Songs interpretieren. Es sei bei den Proben schon gespenstisch, wenn Klaus „den Cale gibt“, macht sich bei Rongen Gänsehautgefühl breit.

In ihren bisherigen Bands wollten sich die fünf Protagonisten musikalisch selbst verwirklichen. Jetzt möchten Niessen & Co das Werk eines Musikers in die Welt hinaustragen, der schon Superstars wie Mark Knopfler, die Dire Straits und eben Eric Clapton maßgeblich inspiriert hat. „Crazy Mama“ ist am Samstag, dem 16. Januar, in der Altstadtkneipe „Piano“ zu erleben. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Infos findet man unter www.facebook.com/CrazyMamaJJCaleTribute.

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