Keller voller Wasser: Mühlengraben soll renaturiert werden

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Wasserproblem im Gedautal: Weil den Anwohnern die Keller volllaufen, plant die Stadtverwaltung, den zugeschütteten Mühlenstollen wieder zu öffnen, von wo aus das Waasser in die Häuser dringt.

Stolberg. Die Stadt saniert ihren Kanal, und schon haben die Anwohner Wasser im Keller. Vereinfacht gesagt, ist eben dieser Fall im Gedautal eingetreten.

Vor vier Jahren hatte die Stadt den durch das Gedautal in Richtung Kläranlage verlaufenden Sammler mit der Nummer 7 sanieren lassen. Der verläuft parallel zu einem Stollen, der früher zur Wasserversorgung der Mühlräder von Gut Gedau genutzt wurde. Dabei durchstößt die Kanalleitung den Stollen unter dem Weg, der zur Brücke über den Münsterbach führt. Ein Schacht im Weg durchstößt den Stollen und verhindert dadurch das Abfließen des Wassers in den Bodenschichten.

Bis zur Sanierung wurde dieses Wasser durch den undichten Kanalsammler aufgefangen und abgeleitet. Aber seitdem das Rohr mittels Inlinern abgedichtet wurde, ist dieser Weg versperrt. Das Wasser staut sich in dem seit 1958 zugeschütteten Mühlenstollen auf, sucht sich seinen Weg und drückt so in die Keller der Wohnungen von Gut Gedau. Als sogenannter Zustandstörer ist die Stadt in der Pflicht.

Damit die Bewohner wieder trockenen Fußes in Gut Gedau leben können, plant die Verwaltung, den Mühlenstollen wieder zu öffnen. Dies soll in dem Naturschutzgebiet in offener Bauweise in Form einer Renaturierung des ehemaligen Mühlengrabens geschehen, was im Sinne des Naturschutzgesetzes keinen ausgleichspflichtigen Eingriff darstelle, erklärt die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Umweltausschuss.

Allerdings sind strikte Bauzeiten und Auflagen einzuhalten zum Schutz von Amphibien während der Wander- und Laichzeit sowie den Brutzeiten der Vögel. Deshalb müssen die schweren Bodenarbeiten noch bis Februar erfolgen, Restliche Anschlussarbeiten an den Kanalschächten im befestigten Weg könnten auch später erfolgen.
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