Keine Privatisierung: Personalrat hält am technischen Betriebsamt fest

Von: oha/gro
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Während der Probephase sind die Elektrofahrräder von den städtischen Bediensteten offenbar gut angenommen worden. Die Verwaltung erwägt nun, dauerhaft Pedelecs anzuschaffen. Foto: O. Hansen

Stolberg. Das technische Betriebsamt mit seinen rund 70 Mitarbeitern soll möglichst als Dienststelle der Stadt Stolberg erhalten und nicht privatisiert werden. Diese Forderung hat der Personalrat jetzt bei der Jahreshauptversammlung der städtischen Bediensteten erhoben.

„Eine aufwendig durchgeführte Untersuchung hat gezeigt, dass das Betriebsamt gute Arbeit leistet. Und das, obwohl die Dienststelle noch unterbesetzt ist“, erklärte der Personalratsvorsitzender Martin Künzer auf Anfrage unserer Zeitung.

Als städtisches Dienstleistungsunternehmen sei das Betriebsamt gut aufgestellt. Die Politik sei nun gefordert, mit entsprechenden Investitionsentscheidungen die Zukunftsfähigkeit des Betriebsamtes zu erhalten, so der Personalratsleiter.

Gleiches gelte für die Volkshochschule. Angedachte Fusionen seien hier vom Tisch. Die VHS bleibe eine eigenständige städtische Einrichtung, womit die betroffenen Mitarbeiter wieder Planungssicherheit erhalten hätten.

Beim Rettungsdienst hatte sich der Personalrat dagegen gewehrt, den Dienst in die Hände eines privaten Anbieters zu geben. Immerhin: „Im Einigungsstellenverfahren konnte erreicht werden, dass die Leistungserbringung durch Personalgestellung eines Dritten in der vorhandenen städtischen Infrastruktur erfolgt“, zeigte sich Künzer zufrieden.

Zuletzt waren 17 Beschäftigte im Rathaus mit Aufgaben des Jobcenters an die Städteregion abgeordnet. Da die Städteregion diese Abordnungen spätestens Ende 2015 einstellen möchte, hat sie den betroffenen Stolberger Mitarbeitern ein Übernahmeangebot zum Februar 2014 unterbreitet. „14 Kolleginnen und Kollegen haben das Angebot angenommen und sind damit zur Städteregion nach Aachen gewechselt“, so der Personalratsleiter.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit hatte der Personalrat zuletzt bei den Kindertagesstätten. Die Personalausstattung in den städtischen Kitas sei, nicht zuletzt durch viele Erkrankungen der Mitarbeiter, an ihre Grenzen gestoßen. Hier müssten mehr Kolleginnen und Kollegen eingestellt werden, fordert der Personalrat.

In der Zwischenzeit hat der Jugendhilfeausschuss einen entsprechende einstimmige Empfehlung an Hauptausschuss und Rat adressiert. Demnach sollen in diesem Jahr zunächst zwei Vollzeitstellen sowie 2015 vier weitere Stellen geschaffen werden. Der Beschluss sieht zudem die Entfristung von vier Stellen vor. „Damit setzen wir angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels auch ein klares Signal, dass die Stadt Stolberg gute berufliche Perspektiven bieten kann“, hatte sich der zuständige Fachbereichsleiter Will Seyffarth in der vergangenen Woche im Gespräch mit unserer Zeitung geäußert.

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung für Dienstgänge probeweise zwei Elektrofahrräder ausgeliehen. Zumindest für kurze Dienstgänge seien die E-Bikes in der Belegschaft durchaus gerne genutzt worden, so Martin Künzer. Erwägt werde deshalb, diese Fahrräder bei der Stadt nun dauerhaft anzuschaffen.

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