Kein Shortsverbot für Schwimmer

Von: kol
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Stolberg. Für Aufsehen in der ganzen Region hat die Entscheidung der Stadt Übach-Palenberg gesorgt, im heimischen „Ü-Bad” Gäste mit Shorts nicht mehr ins Wasser zu lassen.

Grund sei die mangelnde Hygiene in dem kombinierten Frei- und Hallenbad, außerdem gehe Wasser verloren, wenn sich die Baumwollshorts der Badegäste mit selbigem vollsaugten. In Übach-Palenberg dürfen Schwimmer nur noch in eng anliegenden Schwimmhosen in die Becken.

Eine Regel, die im Stolberger Hallenbad so schnell nicht gelten wird, sagte Thomas Griese auf Anfrage. „Es gibt einen Unterschied zwischen einem Freibad wie dort und einem reinen Hallenbad wie unserem am Glashütter Weiher”, so der Leiter des städtischen Sportamts. In Stolberg sei die Zahl der Nutzer, die mit Shorts ins Wasser steigen, verschwindend gering, so Griese.

Stolberg habe schließlich auch kein Spaß-, sondern eher ein Sportbad, sagt der Amtsleiter. Die Einrichtung werde zum größten Teil für den Schwimmsport genutzt.

Über den in Übach-Palenberg befürchteten Verlust von Wasser durch vollgesogene Shorts muss der Stolberger Amtsleiter allerdings eher schmunzeln: „Das ist in einem Hallenbad sicher nicht der Fall. Hier geht kein Wasser verloren wie auf einer Wiese.” Abtropfendes Wasser gelange über den Hallenboden zurück in den Reinigungskreislauf und wieder ins Becken.

Hauptproblem in Übach-Palenberg ist aber die Hygiene. Immer wieder gebe es Badegäste, die mit dreckigen oder verschwitzten Shorts ins Wasser gehen, heißt es bei der Stadt im Kreis Heinsberg. Schmutzpartikel und Bakterien fänden sich deshalb vermehrt im Wasser wieder.

„Bei uns ist das Wasser einwandfrei”, sagt dagegen Thomas Griese. Regelmäßig werde die hygienische Qualität des kühlen Nass´ am Glashütter Weiher geprüft, Bedenken seien dabei bisher nie entstanden. „Für uns besteht deshalb kein Anlass, in irgendeiner Form zu handeln.”

Dennoch achtet auch in Stolberg das Personal des Hallenbads auf die Einhaltung hygienischer Regeln. So sollte jeder vor dem Eintauchen ins Becken geduscht sein, auch wenn man das nicht zu hundert Prozent kontrollieren könne. „Das ist ja auch eine intime Angelegenheit”, gibt Griese zu Bedenken. Allerdings würden Badegäste auf diese Pflicht aufmerksam gemacht. Auch achte das Personal auf dreckige Schwimmkleidung. Wer also mit verschmutzten Shorts im Bad erscheint, dem kann auch in Stolberg der Sprung ins Wasser verwehrt werden.
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