Stolberg - Kein Public Viewing zur Fußball-WM

Kein Public Viewing zur Fußball-WM

Von: Michael Grobusch
Letzte Aktualisierung:
public-bu
Lange Gesichter: Fußballfans müssen während der Weltmeisterschaft auf Public Viewing in Stolberg verzichten. Foto: ddp

Stolberg. Wenn am 11. Juni um 16 Uhr das WM-Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Mexiko angepfiffen wird, werden die Stolberger in die Röhre gucken - zumindest dann, wenn sie das Fußball-Spektakel unter freiem Himmel verfolgen wollen.

Anders als in vielen anderen Städten der Region wird es nämlich in der Kupferstadt kein „Public Viewing” auf Großleinwänden geben. Das hat die städtische Pressesprecherin Petra Jansen auf Anfrage bestätigt.

Demnach gab es zwar private Planungen für ein solches öffentliches Angebot und auch erste Gespräche mit der Verwaltung, die ihre Unterstützung bei der Umsetzung zugesagt hatte. „Am Ende hat sich das Ganze aber leider zerschlagen”, bedauert Jansen.

Das Bedauern ist auch auf Seiten von Josef Behlau, von dem die Initiative ausgegangen war. „Für ein solches Vorhaben braucht man viel Geld und einen geeigneten Ort. An beidem hat es letztlich gemangelt”, erklärt der selbstständige Marketingberater.

Noch ehe konkrete Verhandlungen mit potenziellen Sponsoren geführt werden konnten, musste Behlau das Projekt stoppen. „Der ideale Standort wäre der Kaiserplatz gewesen. Doch der ist während der Vorrunde zum Teil durch die Stadtkirmes belegt.” Gleiches gilt am dritten Juni-Wochenende auch für den Jordansplatz, der erste Alternative für das Event gewesen wäre.

Weitere Optionen wie der Willy-Brandt-Platz, der „Alter Markt”, der Zinkhütter Hof und das Burggelände erwiesen sich aufgrund ihrer Größe und der schwierigen Bedingungen für die Logistik als nicht geeignet.

Denn nicht nur einzelne Spiele sollten übertragen werden, sondern alle Partien der insgesamt vierwöchigen Weltmeisterschaft in Südafrika. Das aber hätte vor allem bei den Firmen im EWV-Gebäude und im Umfeld des Industriemuseums für eine erhebliche Einschränkung des normalen Geschäftsbetriebes gesorgt.

„Alles andere macht aber keinen Sinn. Einzelne Übertragungen rentieren sich einfach nicht”, weiß Josef Behlau. Und deshalb hat er mittlerweile eine Entscheidung getroffen: „Ich habe das Vorhaben als nicht durchführbar ad acta gelegt.”

So wird den Stolberger Fußballfans nur der Weg nach Aachen, Eschweiler oder Düren bleiben, wenn sie bei einem „Public Viewing” dabei sein möchten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert