Kein Nachwuchs: FC Columbia kämpft ums Überleben

Von: Lukas Franzen
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Die Sportanlage des FC Columbia Stolberg liegt an der Straße Trockener Weiher. Wie lange der Verein seine Selbständigkeit noch halten kann, ist unklar.

Stolberg. Die gute Nachricht vorweg: Bei der Jahreshauptversammlung des FC Columbia Stolberg sprachen die Mitglieder ihrer Vereinsführung erneut für zwölf Monate das Vertrauen aus. Die Schlechte überbrachte der Jugendtrainer: „Unsere Jugendabteilung kämpft ums Überleben.“

Es waren klare Worte von einem, der es wissen muss. Marco Bartgens, A-Jugendtrainer der Columbia, befürchtet, dass in der kommenden Saison viele E- und D-Jugendspieler zu anderen Vereinen abwandern werden – Vereinen mit Kunstrasenplätzen. Und auch die Zukunft des dritten und ältesten Jugendteams der Columbia scheint keineswegs gesichert, da einige A-Jugendliche ab der kommenden Saison zu den Senioren wechseln werden und ein entsprechender Unterbau fehlt.

Um die Nachwuchsarbeit nicht gänzlich an den Nagel hängen zu müssen, werden bei dem Club vom Trockenen Weiher die Überlegungen hinsichtlich einer Spielgemeinschaft mit dem TSV Donnerberg ab der kommenden Saison nun immer konkreter – wohlgemerkt, zunächst nur im Jugendbereich. Eine mögliche Fusion mit dem TSV kam bei der Jahreshauptversammlung hingegen nur kurz unter dem Punkt „Verschiedenes“ und erst auf Nachfrage eines Mitglieds zur Sprache.

„Wir werden mit dem TSV zusammengehen müssen, weil wir alleine nicht mehr können“, erklärte Geschäftsführer René Schlepütz. Viele Mitglieder seien dafür, aber es gebe nach wie vor auch Bedenken. Diese gelte es „Schritt für Schritt“ auszuräumen und sich etwa mit Hilfe der Jugend-Spielgemeinschaften anzunähern. So geht der einstimmig wiedergewählte Geschäftsführer davon aus, dass sein Verein die kommende Spielzeit noch eigenständig bestreiten wird und eine Fusion ab der Saison 2015/2016 vollzogen werden könnte.

Neben René Schlepütz wurde auch sein Vater Franz-Josef Schlepütz einstimmig im Amt des 1. Vorsitzenden bestätigt. Über ihre Wiederwahl freuten sich auch Bernd Pidancet (2. Vorsitzender) und Adem Basol (Kassierer). Michaela Schlepütz löste Dennis Kaufmann als zweite Geschäftsführerin ab, während der Posten des zweiten Kassierers weiterhin unbesetzt blieb. Neuer Fußballobmann ist Peter Nießen, der sich in einer knappen Kampfabstimmung gegen seinen Vorgänger Dirk Keese (nun stellvertretender Obmann) durchsetzen konnte.

Robert Töffner, Josef Stollenwerk und Christoph Lohrsträter gehören dem Vorstand des Vereins künftig als Beisitzer an. Jugendleiter der Blau-Weißen bleibt Gerd Stadelmann.

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