Stolberg-Büsbach - Katholische Grundschule vor 220 Jahren gegründet

Katholische Grundschule vor 220 Jahren gegründet

Von: mlo
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Schulchor und -orchester unter der Leitung von Dr. Christoph Leuchter gratulierten mit vier umgetexteten Liedern und einem Geburtstagslied mit drei Strophen von neun auf die Melodie „Heute kann es regnen, stürmen oder schnein“ zum 220. Geburtstag der Katholischen Grundschule Bischofstraße. Foto: M.L. Otten

Stolberg-Büsbach. Seit 220 Jahren gibt es in Büsbach die Katholische Grundschule Bischofstraße, die trotz vieler Veränderungen ihren festen Platz in Stolberg errungen und gesichert hat. Das Jubiläum wurde daher mit verschiedenen Aktivitäten gefeiert.

Nach Ausstellung und ökumenischem Dankgottesdienst zeigte der Festakt mit über 200 geladenen Gästen im Museum Zinkhütter Hof, was alles durch die Schule auf den Weg gebracht wurde. Kinder und Ehemalige bestritten ein Programm, das sich sehen lassen konnte. Unter den zahlreichen Gästen begrüßte Schulleiterin Irmgard Remmert am Freitagabend Bürgermeister Dr. Tim Grüttemeier, Schulrätin Renate Katz, Pastor Jürgen Urth und die Schulleiter der Stolberger Schulen.

„Nicht ganz so alt wie die Schule, aber auch schon 134 Jahre alt“, kündigte Remmert die Herren des Büsbacher Männerchores an, überwiegend ehemalige Schüler der Büsbacher Schule, die die Bühne betraten und die Gäste im Saal mit dem „Ständchen“ von Franz Schubert erfreuten.

Josef Otten, acht Jahre lang Schüler in besagter Schule, sang das Solo, und Theo Palm begleitete alles am Flügel. Danach war Heimatkunde angesagt mit dem „Vogelsänger“ und dem „Hammerschmied“, zwei Stolberger Volksliedern, bei dem der ein oder andere aus den Reihen gerne mitsang und das die Schule in ihr Liedrepertoire aufnehmen möchte.

Irmgard Remmert erzählte mit eindrucksvollen Bildern von den Anfängen der Volksschule von 1796 bis zur Umbenennung in die katholische Grundschule 1968 und darüber hinaus. Sie benannte die Schulleiter und sprach von der Chronik, einem wertvollen Zeitdokument, mit dessen Hilfe sich die Veränderung von Schule im Wandel der Gesellschaft nachvollziehen lässt. Remmert stellte den Unterricht von damals gegenüber dem heutigen vor. Es ging um unterschiedliche Klassenstärken, außerschulische Lernorte und Klassenfahrten, um die Kleidung des Lehrerkollegiums und um ernste und entspanntere Mienen bei den Schülern.

Für Renate Katz von der Schulaufsicht war dieser Festakt äußerst ungewöhnlich. 220 Jahre seien für ein Gebäude nicht alt, aber als Gemeinschaft, die sich in all den Jahren bewährt hat, etwas Besonderes. Sie appellierte an die Gäste, „diesen Moment einfach nur zu genießen“.

Der Schulchor und das -orchester unter der Leitung von Dr. Christoph Leuchter gefielen mit selbst kreierten Texten auf bekannte Melodien wie „Wicki“, „Der Herbst ist da“, „Yellow Submarine“, „An Tagen wie diesen“ und „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien“. Auch die Theater-AG unter Leitung von Beate Lopopolo und Mirka Völl begeisterte mit Einzelszenen aus dem aktuellen Theaterstück „Die 3d sucht den Mörder“.

Tim Grüttemeier überbrachte nicht nur die Glückwünsche der ganzen Stadt, er sagte auch, dass es in Stolberg sonst keine Schule gäbe, die annähernd so alt sei wie diese in Büsbach. Er lobte die Schulchronik, die einzigartig in der Städteregion sei, und freute sich, dass die Kinder auch an diesem Abend im Mittelpunkt stehen. Die Volkstanzgruppe der Klasse 4b unter Susanne Elsen sorgte dann mit ihrem Tanz für eine gelungene Überraschung: Vom Wiener Opernball gelang den Schülern der Zeitsprung in die heutige Zeit mit Popmusik.

Nach der Pause, in der kühle Getränke und Häppchen serviert wurden und Gelegenheit zum Austausch bestand, spielte Schülervater Prof. Hans-Christian Schweiker auf dem Cello Musik von Johann Sebastian Bach, der bei Gründung der Schule schon 46 Jahre tot war. Für das Solo erhielt er viel Applaus.

Bevor die „Fünflinge“ den Abend mit einem Ausschnitt aus ihrem neuen Konzertprogramm beendeten, dokumentierte ein Schulfilm von Regina Breuer „einen Tag an der Katholischen Grundschule Bischofstraße“. Da wurde eine Englischstunde bei Frau Spiegelberg gezeigt und Sportunterricht bei Frau Dahmen.

In den außerschulischen Lernorten wie der Experimentierwerkstatt im Museum Zinkhütter Hof wurde der Unterricht ergänzt und vertieft. Das Arbeiten im Schulgarten ist ebenso ein wichtiger Bestandteil im Schulleben wie die Bücherei.

Dass die Kinder für die Schneckenfütterung im Sachunterricht viel Geduld brauchen, bewies ebenfalls eine Szene im Film. Interviews zwischen Kindern oder mit Lehrerinnen rundeten diese Aktion ab. „Mehr als die Hälfte der Schüler nehmen am offenen Ganztag teil“, tat Ulla Bünten kund. „Neben Hausaufgabenbetreuung helfen eine Koch-AG, Schattentheater und Computer, den Nachmittag zu versüßen“. Vor vier Jahren traten im Rahmen eines Schulfests fünf junge Herren auf, die mit ihrem Gesang große Begeisterung auslösten. Mit Gesang hatte der Abend begonnen, mit Gesang hörte er auf. Die „Fünflinge“ sorgten mit ihren gefühlvollen Liedern für einen stimmungsvollen und würdigen Abschluss.

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