Katholiken und Protestanten feiern Agapemahl

Von: Nadine Tocay
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Das Teilen von Brot soll zu einer Annäherung der christlichen Konfessionen führen. Beim Agapemahl stehen vor allem die Gemeinsamkeiten der Religionen im Vordergrund. Foto: imago

Stolberg/Kornelimünster. Katholiken und Protestanten ist es bis heute nicht erlaubt, gemeinsam das Abendmahl zu sich zu nehmen. Um dennoch miteinander zu teilen und die Gemeinsamkeiten des Glaubens in den Fokus zu setzen, richtet die Evangelische Kirchengemeinde Stolberg/Brand gemeinsam mit der Katholischen Kirchengemeinde Kornelimünster, zu der auch die Pfarre St. Brigida in Venwegen zählt, am Pfingstmontag im Rahmen des traditionellen ökumenischen Gottesdienstes ein sogenanntes Agapemahl aus.

Das Wort „Agapemahl“ ist eine Ableitung von einem griechisch neutestamentlichen Begriff und bedeutet so viel wie „Liebesmahl“. „Propst Vienken und ich haben uns gedacht, dass ein solches Mahl ein Symbol für das Gemeinsame ist“, erzählt Pfarrer Rolf Schopen von der evangelischen Kirchengemeinde. Man wolle damit die Hoffnung ausdrücken, bald vielleicht zusammen das Abendmahl feiern zu können und eine Annäherung zwischen den unterschiedlichen Konfessionen zu erreichen.

Momentan ist es von römisch-katholischer Seite aus nämlich nicht erlaubt, das Abendmahl gemeinsam zu feiern. Beim Agapemahl wird zwar Brot und Wein geteilt, aber es findet keine Heilige Wandlung statt. Es hat somit keinen Bezug zu dem Mahl, das Jesus mit seinen Jüngern an Gründonnerstag feierte. Auch die Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Aachens beteiligt sich und stiftet das Brot und den Wein.

Während der Messe wird es keine klassische Predigt geben. Stattdessen sind die Teilnehmer angehalten, sich in Gesprächsphasen an Tischen über Bibelpassagen auszutauschen.

Der Gottesdienst mit Agapemahl findet Pfingstmontag, 5. Juni, ab 11 Uhr in der Bergkirche in Kornelimünster, Dorffer Straße 4, statt.

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