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Kasper bringt boshaften Magier Zaburacci zur Strecke

Von: dö
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Junges Publikum von Märchenwe
Junges Publikum von Märchenwelt begeistert: Die Niederrheinische Puppenbühne gastierte im Kulturzentrum Frankental. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. Prinzessin Anna (Veronika Richter) ist entführt worden. Der böse Zauberer Zaburacci (Hans-Joachim Richter) hält sie in einer dunklen Höhle gefangen. Der Königstochter zur Hilfe eilt Kasper (ebenfalls Richter), der den boshaften Magier zur Strecke bringt, indem er ein mit Zauberkräften belegtes Feenkraut einsetzt.

Gleichfalls befreit und nach Afrika entlassen wird auch der kleine Drache (Marylin Richter), den der hinterlistige Hexenmeister dazu verdonnert hat, gegen seinen Willen die unglückliche Prinzessin zu bewachen.

Dieses Theaterstück, das den Titel trug „Der kleine Drache” wurde jetzt im Kulturzentrum Frankentalstraße mit Hilfe von Handpuppen, einer modifizierten Sprechweise und technischen Effekten umgesetzt. In das Stück einbezogen waren auch rund 80 Besucher, die in der Mehrzahl aus Kindern bestanden.

Fantasievoll

Sie wurden im Verlaufe der Handlung von Hans-Joachim Richter, Leiter der Puppenbühne, aufgefordert, dem Kasper zur Hand zu gehen, indem sie ihn durch lautes Rufen und Klatschen auf vermeintliche Fehler und Unachtsamkeiten aufmerksam machten.

Um den Kindern die fantasievoll gekleideten Puppen auch aus kurzer Distanz vorzuführen, verließen die Richters nach Schluss der in drei Abschnitte unterteilten Aufführung ihre Bühne und nahmen mit den Figuren in der Hand im Kreise des jungen Publikums Platz.

Gegründet wurde das kleine Familienunternehmen schon im 16. Jahrhundert. Damals sei man, wie Hans-Joachim Richter bestätigte, vorwiegend im Raum Brandenburg über die Jahrmärkte gezogen und habe auch Stücke für Erwachsene gespielt.

Anfang der 1950er Jahre habe sein Vater dann die Puppenbühne von Bad Liebenwerda in den Westen Deutschlands verlegt, wo man anfänglich in Wesel und später in Geilenkirchen tätig war, versicherte der 59- Jährige, der von seiner Ehefrau Veronika und seiner Tochter Marylin unterstützt wurde.

Die Köpfe der von den Richters vorgeführten Puppen sind handgeschnitzt. Sie stammen laut Hans-Joachim Richter aus der Werkstatt des bekannten Puppenbildners Till de Kock und sind mehr als 40 Jahre alt.

De Kock (1915 - 2010), der sein Atelier im Harz hatte, schuf überwiegend Puppen, deren Vorbild die Figuren der legendären Hohnsteiner-Bühne waren.
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