Karussell der Schulleiter dreht sich langsam

Von: Kolja Linden
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Stolberg. Das Goethe-Gymnasium wird zum Ende des Schuljahrs seine komplette Führung verlieren. Neben Schulleiterin Stefanie Luczak verlässt im Sommer auch ihre rechte Hand das Gymnasium auf der Liester.

Dass sich Dr. Friedhelm Mersch an anderen Schulen um die Leitungsposition beworben hatte, war ein offenes Geheimnis, nun ist es quasi amtlich: Der bisherige Stellvertreter Luczaks wird zum 1. August Leiter des Städtischen Gymnasiums der Nachbarstadt Eschweiler.

Eine Aufgabe, auf die sich Mersch offensichtlich freut: „Das ist meine Wunschschule”, sagt der Roetgener, der in Zukunft rund zehn Minuten länger für die Anfahrt zum neuen Arbeitsplatz einplanen muss. Noch ist es zwar nicht offiziell, aber die Schulkonferenz des Eschweiler Gymnasiums, bei der sich Mersch am Montag vergangener Woche vorgestellt hatte, hat ihn noch am selben Abend zum Nachfolger von Ulrich Reinartz gewählt, der nach zwölf Jahren in Leitungsfunktion im Sommer pensioniert wird.

Das wiederum gilt neben Stefanie Luczak auch für Burghart Klein, den Leiter des Stolberger Ritzefeld-Gymnasiums. Dort hatten sich sechs potenzielle Bewerber bereits dem Lehrerkollegium vorgestellt, entschieden wird aber hüben wie drüben die Schulkonferenz, die sich aus zehn Lehrern der jeweiligen Schule sowie je fünf Eltern- und Schülervertretern zusammensetzt.

Das Vorschlagsrecht für die Schulleiterwahlen liegt bei der Bezirksregierung. Diese legt der jeweiligen Schulkonferenz eine Liste mit ausgewählten Bewerbern vor, die ein Eignungsfeststellungsverfahren erfolgreich absolviert haben und nach Auffassung der Kölner Behörde am besten geeignet sind. „Die Besetzung an den beiden Stolberger Schulen befindet sich in der abschließenden Prüfung und Beratung”, sagte am Montag Oliver Königsfeld, Sprecher der Bezirksregierung, auf Anfrage. Danach bekommen die Schulen die Liste zugeschickt.

Beim Goethe-Gymnasium geht man offensichtlich davon aus, dass dies noch in diesem Monat passiert, denn dort ist bereits für Dienstag, 1. Juni, eine Sitzung der Schulkonferenz anberaumt. Am Ritzefeld-Gymnasium ist man so weit noch nicht. „Wir terminieren das erst, wenn wir eine Bewerberliste haben”, sagte Burghart Klein. Wer auf der Liste der Bezirksregierung als sein Nachfolger vorgeschlagen wird, das weiß der Schulleiter nicht. „Ich weiß, dass Gerüchte kursieren, aber daran beteilige ich mich nicht”, so Klein. Kein Gerücht ist allerdings, dass ein Anwärter nicht mehr zur Wahl steht: Dr. Friedhelm Mersch hatte sich ebenfalls der Lehrerkonferenz vorgestellt, doch diese Option hat sich nun erledigt.

Über seine Pläne mit dem Eschweiler Gymnasium will sich Mersch indes noch nicht äußern: „Ich warte erst einmal ab, bis die schriftliche Bestätigung der Bezirksregierung da ist”, gibt sich der Pädagoge zurückhaltend, der aber davon ausgeht, dass seine Ernennung zum 1. August erfolgen wird.

Davon ist umso mehr auszugehen, nachdem auch der Rat der Stadt Eschweiler sich zu den Plänen positiv geäußert hat. Am vergangenen Mittwoch, also nur zwei Tage nach der Entscheidung der Schulkonferenz, hat der Rat bereits entschieden, dagegen keine Einwände zu erheben.

Und nach einer solchen Entscheidung des Schulträgers sei erfahrungsgemäß nicht mehr mit Schwierigkeiten zu rechnen, erklärte Oliver Königsfeld. „Vor der beamtenrechtlichen Ernennung sind dann nur noch einige Formalien zu regeln.”
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