Karnevalssitzung der Arbeiterwohlfahrt: Fleißig gesungen und geschunkelt

Von: mlo
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Ein imposantes Bild mit den Fahnen- und Standartenträgern auf der Bühne bot sich den Zuschauern bei der 46. Sitzung der Arbeiterwohlfahrt Stolberg. Im Programm wechselten sich dann witzige Redebeiträge und akrobatsiche Tanzdarbietungen ab. Foto: M.L. Otten

Stolberg. Spitzenkräfte des rheinischen Frohsinns trafen sich am Mittwochabend im festlich geschmückten Jugendheim Münsterbusch zur 46. Karnevalssitzung der AWO Stolberg.

Gleich zu Beginn marschierten Abordnungen aller Stolberger Karnevalsgesellschaften in den Saal ein. Auf der Bühne boten die Fahnen- und Standartenträger ein imposantes Bild. Andrea Müller, Präsidentin der KG Echte Frönde und kompetente Moderatorin, sprach gar von „staatsen Mannsbildern“.

Das Programm startete mit der Tanzgarde der Teuflischen Jecken. Das Aushängeschild der jüngsten Gesellschaft zeigte Showtanz vom Feinsten, der mit viel Beifall bedacht wurde. Dann durfte mit „Labbes & Drickes“, einem Komiker-Duo aus Eschweiler, gelacht werden. Im Zwiegespräch der besonderen Art plauderten Michael Henkel (Labbes) und Guido Streusser (Drickes) aus dem Eheleben, von der weißen stotternden Siamkatze und den Alltagssorgen mit der lieben Verwandtschaft. Die Komödianten warfen sich die Worte wie Bälle zu. Dabei trötete Labbes immer mal wieder auf Trompete, Tenorhorn, Piccolotrompete, Plastik-Posäunchen oder gar auf einem umgebauten Spazierstock. „Mir jeht et juht“ wurde zur Hymne des Abends.

Harmonie von Hebefiguren

Neben den erstklassigen Fanfarentrompetern verfügt Nothberg auch über eine ebenso leistungsstarke Showtanzgruppe. Die Mädchen und Jungs, insgesamt 19 Personen, ernteten großen Beifall, denn die Harmonie von Hebefiguren, Akrobatik, Tanzschritten und gelungener Musik erfreuten jedes Herz. Zum ersten Mal im Jugendheim war die Musikgruppe „Botzedresse“ aus Niederzissen. Mit kölschen Medleys und anderen Stimmungsliedern wurde im Saal gemeinsam gesungen und geschunkelt.

Als dann der Stolberger Prinz Holli I. mit Gefolge einzog, winkte das närrische Volk mit den rot-weißen AWO-Fähnchen. Neben der Ersten Großen waren Diana Klein und Thomas Weiß von den Sündenböcken Breinig und Prinzessin Astrid (Robens) - Prinz Michael I. (Köppen) war erkrankt - von der Karnevalsgesellschaft „De Vennkatze“ dabei. „Stippeföttche“, Gardetanz und Prinzenlied schlossen sich an und erfreuten die bunt kostümierten Gäste.

Natürlich wurden Geschenke ausgetauscht. Die Vorstandsmitglieder Manfred Steffens und Andrea Müller erhielten vom Prinzen Holli I. Orden und bedankten sich mit Blumen, Sporttasche und Bützchen. Eine erste Rakete für jugendlichen Humor gab es an diesem Abend für das Geschwisterpaar Lena und Nikolas aus Alsdorf, die seit 2009 als Büttenreden-Duo im Rheinland unterwegs sind. Als zweifacher Sieger von „Nachwuchs in die Bütt“ gewannen sie 2011 und 2013 den Büttenreden-Wettbewerb.

Witze und Geschichten

In Münsterbusch präsentierten sie aus ihrem aktuellen Programm, teils mit Gesang und Steirischer Harmonika, Witze und Geschichten vom Papa und dem Hündchen. Mit dem Trommler- und Pfeifer Korps sowie der Karnevalsgesellschaft Brander Stiere und ihrem Bürgerprinzen Ralf III. näherte sich die Stimmung ihrem Höhepunkt.

Alt Aachener Lieder, der flotte Mariechentanz der 16-jährigen Charlotte Terkatz zur Musik vom „Weißen Rössl am Wolfgangsee“, der Anblick der strammen „Alten Kameraden“ (Männerballett) und das Brander Prinzenlied sorgten für weitere gute Laune und Partystimmung. Frech und witzig waren Bauchredner Klaus und sein Affe Willie, die dem Abend die Krone aufsetzten. Zuguterletzt spielte die Musikgruppe „Hätzblatt“ aus Erkelenz. Tobias Graf (Gesang), David Venrath (Schlagzeug). Christopher Viehausen (Gesang, Keyboards), Arnold Kowalski (Gesang, Gitarre), Marco Winkler (Gesang, Gitarre) und Udo Junker (Gesang, Bass) wussten mit „Fasteleer am Rhing“, aktuellen Chart-Breakern und Eigenkompositionen die Besucher in den Bann zu ziehen.

Und so endete schließlich ein kurzweiliger jecker Karnevalsabend.

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