Karnevalisten feiern mit der künftigen „Hollität“

Von: Dirk Müller
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Die designierte „Hollität“ Holger Schulz wird bei der Prinzenvorstellung des Stolberger Karnevalskomitees ausgiebig gefeiert – und bietet kurzerhand allen das „Du“ an. Foto: D. Müller
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Der scheidende Prinz Kurt II. (Schiffer) dankt allen Freunden und Unterstützern zum Abschied.

Stolberg. Dieser närrische Vorgeschmack hat den Jecken sichtlich gemundet: Der designierte Stolberger Karnevalsprinz Holger Schulz begeisterte die zahlreichen Gäste bei der Prinzenvorstellung des Komitees im Münsterbuscher Jugendheim.

Schon der Einmarsch von Schulz, der ab Januar als „Holli I.“ regieren wird, war triumphal. Umringt von den Präsidenten und Fahnenträgern der Komitee-Gesellschaften schickte die künftige Tollität voraus: „Ich bin der Holli. Wer noch nicht per Du mit mir ist – ab jetzt schon!“

Stammtisch, Kegeln, Fußball

In seiner kurzen Rede erläuterte er etwa sein „social Network“, was allerdings mit einem internetfähigen Handy nichts zu tun habe, denn „so eins habe ich gar nicht. Mein soziales Netzwerk besteht aus Stammtisch, Kegeln und Fußball“, sagte Schulz und beschrieb sich selbst als bekennenden Familien- und Vereinsmenschen.

Offenherzig gab er zu: „Ich singe nicht gut, aber laut und gerne“, und bat seinen Hofstaat auf die Bühne, um dem Saal tüchtig einzuheizen. Das Medley aus Titeln wie „Ich liebe das Leben“, „In unsrem Veedel“ und „Ein schmucker Prinz“ riss das Publikum von den Stühlen, und die Stimmung war auf dem Siedepunkt.

„Verwandlungskünstler“

Josef Behlau, Präsident des Stolberger Karnevalskomitees, stellte den baldigen närrischen Herrscher als einen Mann vor, „dem ohnehin einmal im Jahr die Frauen zu Füßen liegen“, wenn Schulz die Mädchensitzung der Ehrenhut der Ersten Großen moderiert.

„Und er ist ein wahrer Verwandlungskünstler“, beschrieb Behlau den Oberehrenhut und Vizepräsidenten der Ersten Großen. „Ich freue mich darauf, dass wir mit Dir einen fantastischen Prinzen haben werden“, richtete Bürgermeister Tim Grüttemeier das Wort an Schulz und versprach: „Für die Schlüsselübergabe lasse ich mir etwas ganz besonderes einfallen.“

Bevor die designierte Tollität Schulz eindrucksvoll seine närrische Visitenkarte abgegeben hat, wurde der scheidende Prinz Kurt II. (Schiffer) noch einmal ausgiebig bejubelt.

Kurt II. dankte seiner Familie, seinem Hofstaat, seiner Gesellschaft Erste Große und allen Stolberger Karnevalisten für die „großartige Unterstützung in einer tollen Session“ und wünschte Schulz, dass „das Narrenvolk für Dich so viel Applaus hat, wie es für mich hatte“.

Eingebettet war die Prinzenvorstellung in ein sehenswertes Programm, das beste Beispiele für den Kupferstädter Karneval zeigte.

Beeindruckendes Programm

Behlau und Komitee-Vizepräsident Michael Bartz moderierten eine gelungene wie stimmungsvolle Veranstaltung, bei der die Mönsterböscher Jonge nicht nur die Bewirtung übernommen hatten:

Die KG präsentierte auch die Tänze ihrer Mariechen Ann-Kathrin Kinkel und Anna Riehn.

Die erst elf Jahre junge KG Teuflische Jecke steuerte ebenso einen beeindruckenden Gardetanz bei wie die Erste Große KG – und Sandy Michelle Thomsen, Mariechen der Kupferstädter Kameraden, stellte ihr Können unter großem Beifall unter Beweis.

Vom Donnerberg war die KG De Wenkbülle zu Gast, präsentierte ihr Mariechen Verena Keulen und füllte mit einem großen Gardetanz imposant die Bühne.

Musikalisch für beste Laune sorgten zunächst die Donnerberger Trompetenbläser, und als die künftige „Hollität“ ihre Runde machte und die Karnevalsgesellschaften im Jugendheim begrüßte, brachten die Karamba Männcher den Saal einmal mehr zum Kochen und ebneten den Weg zur After-Show-Party – mit der die Stolberger Karnevalisten dann endgültig die fünfte Jahreszeit einläuten konnten.

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