Kapusta begeistert beim Weihnachtskonzert

Von: Toni Dörflinger
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Großartige, stimmungsvolle Darbietung: Mario Taghadossi, Elfi Steickmann, Bruce Kapusta und Chizuko Takahashi (v.l.) brillierten in der Kirche St. Franziskus beim Weihnachtskonzert. Foto: T. Dörflinger

Stolberg-Velau. Auch wenn der Kölner Entertainer und Trompeter Bruce Kapusta bereits zum fünften Mal mit seinem Weihnachtskonzert in der Velauer Kirche St.-Franziskus weilte, ist der sympathische Künstler immer für eine Überraschung gut.

Denn mit dem Opernstar und Tenor Mario Taghadossi hatte er einen Protagonisten an Bord, der mit seiner großartigen und voluminösen Stimme die Besucher zu stürmischem und lang anhaltendem Beifall animierte. Ebenso fulminant präsentierte sich die Kölner Buchautorin und Kabarettistin Elfi Steickmann, die im Wechsel mit den Musikstücken passend zur Weihnachtszeit Passagen aus ihren Büchern vortrug. Die Auftaktmelodien hatte sich der Entertainer, der im kommenden Jahr als „Clown mit der Trompete“ sein 22-jähriges Bühnenjubiläum feiert, selbst vorbehalten. Traditionell eröffnete er sein Konzert mit einem amerikanischen Weihnachtssong. Aber auch englische und deutsche Weihnachtslieder kamen zur Ausführung.

Zuvor hatte Steickmann eine Kostprobe ihres Könnens abgegeben, indem sie eine Geschichte vortrug, die von dem Wunsch nach Muße und Besinnlichkeit geprägt war. Bevor Bruce Kapusta, der von Chizuko Takahashi an der Violine unterstützt wurde, die Weihnachtslieder „O du fröhliche“ und „Alle Jahre wieder“ anstimmte, hatte er im Kölner Dialekt die Melodie „Et jet op Hillischovend a“ (Es geht auf Heiligabend zu) zum Besten gegeben. Neben Dialekt gehörte auch Humorvolles zu der Darbietung. Diesen Part übernahm wiederum die Kölner Kabarettistin, die mit einer Erzählung aufwartete, die davon handelte, dass der Genuss einer alkoholhaltigen Nachspeise mitunter kuriose Folgen haben kann.

Die von Kapusta gespielte Weihnachtsmelodie „Rudolph the Red- Nosed Reindeer“ war dann für den in Würselen lebenden Tenor Mario Taghadossi das Signal, ebenfalls Beiträge zu leisten. Er begann seinen Vortrag indem er den berühmten Frank-Sinatra-Song „My Way“ anstimmte. Danach folgten unter anderem die Lieder „Leise rieselt der Schnee“ und das „Ave Maria“ von Schubert. Der Opernsänger, der einst gemeinsam mit John Cashmore in Alsdorf im Musical Gaudi auf der Bühne gestanden hatte, brachte dabei seine voluminöse Stimme voll zur Geltung.

Stimmgewaltig zelebrierte er jeden einzelnen Ton und brachte ihn ausdrucksstark und nachhaltig zur Geltung. Im Kirchenschiff, das ähnlich wie im Altarraum in einem stimmungsvollen Halbdunkel getaucht war, herrschte während der Taghadossi-Aufführung andächtige Stille: Wie gebannt hingen die zahlreichen Besucher an den Lippen des Startenors und der ein oder andere wischte sich verstohlen eine Träne aus den Augen. Anschließend lobte Mario Taghadossi, der 1958 in Theran (Iran) geboren wurde und an der Wiener Staatsoper mehrere Jahre zusammen mit Luciano Pavarotti gastierte, die hervorragende Akustik der St.-Franziskus-Kirche.

Abgeschlossen wurde diese Darbietung von einer weiteren Weihnachtsgeschichte, bei der Elfi Steickmann sich auf humorvolle, aber dennoch nachdenkliche Art und Weise einem misslungen Krippenspiel widmete. Zu Ende ging das Konzert damit, dass Kapusta beispielsweise die Melodie „Holy Night“ anstimmte. Verständlich, dass der Künstler den Altarraum nicht ohne Zugaben verlassen durfte. Ebenso selbstverständlich war es, dass zum Schluss der Darbietungen alle an der Aufführung beteiligten Künstler mit tosendem Beifall belohnt wurden.

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