Stolberg-Breinig - Kapellengarten statt Gassi-Strecke: Park erstrahlt in neuem Glanz

Kapellengarten statt Gassi-Strecke: Park erstrahlt in neuem Glanz

Von: Milena Sous
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Und er ist nicht wiederzuerken
Und er ist nicht wiederzuerkennen: Der Kapellengarten bei der Eröffnung am Wochenende in Breinig. Pastor Ulrich Lühring (5.v.l.) gibt dem Garten seinen Segen. Foto: M. Sous

Stolberg-Breinig. : Dieser Ort hat Geschichte, daran besteht kein Zweifel. Doch in den letzten Jahren wurde der Platz am Park hinter der Kirche St. Barbara eher als Gassi-Strecke für Hundebesitzer genutzt.

Aber damit ist jetzt ein für alle mal Schluss: Am Sonntag wurde nach Monaten Arbeit der neue „Kapellengarten” in Breinig feierlich eingeweiht.

Das Besondere an dem Garten? Hinter dem Projekt stehen Breiniger Bürger und Unternehmen, die gemeinsam die Fläche von Grund auf umgewandelt haben. Vom Ausschachten bis zum Bepflanzen, alles wurde selber in liebevoller Kleinarbeit gemacht. Und der Anblick gibt ihnen recht: Ob Ringelblumen, Pfefferminze oder Waldmeister, alles blüht und wächst in den voneinander durch Steine abgetrennten Beeten.

Parzellen in Ordnung halten

Damit das so bleibt, haben die zuvor gefundenen „Paten” nun die Aufgabe, die von ihnen bepflanzten Parzellen in Ordnung zu halten. „Aber wir alle sind hochmotiviert und mit Spaß dabei!”, sagt eine der Patinnen. Es haben sich auch im Laufe der Zeit schon Freundschaften entwickelt - ein weiteres Zeichen, dass das Projekt in Breinig gelungen ist und damit perfekt in das Konzept des bundesweiten Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft” herein passt. Allein 37 Dörfer aus der Städteregion beteiligen sich an dem Wettbewerb, der von dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen ausgeschrieben wird.

Dieser Landeswettbewerb ist in den vergangenen 50 Jahren nicht nur in Breinig zu einem wichtigen Bestandteil der dörflichen Entwicklung geworden, bei dem das bürgerschaftliche Engagement und die Eigenverantwortung der Dorfbewohner im Vordergrund stehen. Und das haben sie geschafft, die Breiniger. Wo 1804 noch der erste Friedhof seinen Platz hatte, der „Gottesacker genannt wurde, und 1922 eine kleine Kapelle stand, ist in den letzten Monaten ein schöner Platz für Breinig entstanden.”

„Wir machen die schönen Fleckchen von Breinig noch schöner”, formulierte André Hennecken von der Werbegemeinschaft Breinig das Ziel. Auf Fragen wie lange der Garten wohl so schön bleibe wolle er nicht antworten, „solange wie die Kirche steht, bleibt auch der Kapellengarten!”.

Zur musikalischen Unterstützung der Einweihung spielten am Sonntag das Trommler und Pfeiferkorps Breinig. Nachdem Hennecken seine einleitende Rede gehalten hatte, gab Pastor Ulrich Lühring dem Kräutergarten seinen Segen und bat um „Sonne, Regen und Schnee für den Garten - aber bitte immer zum richtigen Zeitpunkt”.

Veränderung schon sichtbar

Die sichtbare Veränderung sei für jeden ersichtlich, so Pastor Lühring, „aus der ehemaligen Drecksecke ist jetzt ein wunderschönes, idyllisches Plätzchen für Breinig geworden.”
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