Kapelle des Marienheimes wieder in Betrieb genommen

Von: mlo
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Einsetzen des Altarsteins durch Weihbischof Dr. Johannes Bündgens, Sophie Kuckelkorn durfte ihn bis hinter den Altar tragen, rechts Dr. Curt Creutz, Diakon Stabsstelle Ethik am Marienhospital Foto: M. L. Otten

Stolberg-Büsbach. Während seiner Visitation in Stolberg, besuchte Weihbischof Dr. Johannes Bündgens auch das Marienheim an der Bischofstraße. Am Wortgottesdienst zur feierlichen Wiederingebrauchnahme der Kapelle begrüßten Benjamin Michael Koch und Manuela Luckei neben den Heimbewohnern zahlreiche Ehrengäste.

Die Kinder der Katholischen Grundschule Bischofstraße hatten den Text des beliebten Dankelieds von Marin Gotthard Schneider speziell auf das schöne neue „Bischofstraßenhaus“ umgeschrieben und sangen es zur instrumentalen Gitarrenbegleitung von Eva Maria Titgemeyer. Kinder der pro futura katholischen Kita St. Hubertus trugen mit dem neuen geistlichen Lied „Du hast uns deine Welt geschenkt“ von Rolf Krenzer / Detlev Jöcker zum Gelingen des Fest bei. Die Musik dazu wie auch die anderen Lieder begleitete Franz Körfer auf der Orgel.

Nicht oft sieht man, wie ein Weihbischof den Altarstein wieder in den Altar einsetzt. Sophie Kuckelkorn durfte dabei assistieren. Den Stein mit den fünf Kreuzen als Symbol für die fünf Wunden Jesu und dem kleinen Reliquiengrab hatte Pfarrer Jürgen Urth während der Renovierung an sich genommen. Nach dem Segen bestand bei einer Kaffeetafel in der Cafeteria Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Das Marienheim ging 2008 mit dem alten Hubertushaus in den Besitz der Katholischen Stiftung Marienhospital über, die die Senioreneinrichtung mit ihren bislang 64 Pflegeplätzen nicht nur im katholischen Sinne weiterführt, sondern auch die Zimmer auf einen zukunftsträchtigen Standard gebracht und einen Erweiterungsbau auf dem Gelände des alten Pfarrheims einbezogen hat. Zwei von drei Bauabschnitten sind fertiggestellt und 52 Menschen sind hier mittlerweile in der Versorgung. Zum Jahreswechsel sollen auch alle Bewohnerzimmer und verschiedene Funktionsbereiche für die Mitarbeiter im Altbau entlang der Straße „In der Dell“ kernsaniert und renoviert sein.

Die Kapazität der Pflegeplätze erhöht sich damit auf 76 einschließlich der drei Tandemzimmer. (Paaren stehen zwei über das Bad miteinander verbundenen Einzelzimmer zur Verfügung.) Alle Zimmer sind dann behindertengerecht und mit eigenem Sanitärbereich ausgestattet. „Die Bewohner kommen aus Stolberg und der gesamten Städteregion“, so Manuela Luckei, Hausleiterin und Qualitätsmanagementbeauftragte. „Die Warteliste für das betreute und vollstationäre Wohnen ist lang. Wir haben seit Ende April mit Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts viel positive Resonanz bekommen“.

Angesprochen auf die Verzögerung des Bauhabens und dessen Kosten, muss sie zugeben, dass diese deutlich gestiegen sind (20-25 Prozent). Das habe mit den unerwarteten Schwierigkeiten bei der Gründung und Entsorgung des schwermetallbelasteten Erdreichs zu tun, auf die man zu Beginn gestoßen sei. Die Betonpfähle für das Fundament mussten bis zu 22 Meter tief gebohrt werden, da reichte der eingesetzte Maschinenpark nicht aus und schweres Bohrgerät musste herangeschafft werden und dann auch immer wieder die neuen Gutachten, die belegten, dass das Erdreich noch nicht in Ordnung war.

Das nahm alles Zeit in Anspruch, die nicht aufgefangen werden konnte. Der Eigenanteil der Bewohner dagegen sei mit 1838 Euro konstant geblieben. Das Herzstück des Hauses ist der neue Eingangsbereich mit einer großzügigen, hellen Cafeteria mit Glasfassade und der großen Außenterrasse. Es ist die Verbindung zwischen Alt- und Neubau.

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