Kanalbau: Vom Berg durch den Torbogen zur Burgstraße

Von: Dirk Müller
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Fachbereichsleiter Bernd Kister-mann erläutert die Kanalbaumaßnahmen. Foto: D. Müller

Stolberg. „Wir wollen aus einer misslichen Situation das Beste machen“, schickte Fachbereichsleiter Bernd Kistermann voraus. Das Interesse an der Bürgerinformationsveranstaltung war groß, denn vom Kanalbau In der Schart und am Hammerberg sind die Anwohner für Wochen betroffen – allerdings nicht finanziell, wie Kistermann betonte: „Es entstehen keine Anliegerkosten.“

Mit dem Fachbereichsleiter standen weitere Fachleute den Bürgern Rede und Antwort: Jörg Veltrup vom Tiefbauamt, Marcel Poqué, beim Ordnungsamt für Verkehrslenkung zuständig, Martin Eicker vom Ingenieurbüro Kister AG und Stefan Kreuer vom ausführenden Bauunternehmen Gebrüder Reuber.

In der unteren Sackgasse der Straße Hammerberg weist der Kanal massive Schäden auf und muss in offener Bauweise erneuert werden. Baubeginn ist am Montag, 21. Juli, und die Versorgungsträger schließen sich der Maßnahme an, verlegen ebenfalls Leitungen. Der Kanal in der Straße In der Schart ist zu klein, so dass hydraulische Probleme auftreten. Dort wird ein Entlastungskanal gebaut.

Beide Maßnahmen erfolgen im Trassenverschluss, das heißt, dass die Straßen nur partiell geöffnet und wiederverschlossen werden. Am Schacht Willy-Brandt-Platz beginnt der Bau des Entlastungskanals In der Schart am Montag, 18. August, und ab der ersten Septemberwoche muss die Brücke über die Vicht neben dem Heinrich-Böll-Platz für etwa sechs Wochen gesperrt werden.

Allerdings nur während der Arbeitszeiten des Bauunternehmens. Das bedeutet: Montags bis freitags kann der Hammerberg von 7 bis 12.30 Uhr und von 13 bis 16.30 Uhr nicht angefahren werden. „Frühmorgens, in der Mittagspause und ab dem späten Nachmittag sowie an den Wochenenden werden die Baugruben mit Stahlplatten abgedeckt, so dass Fahrzeuge auf den Hammerberg gelangen können“, erklärte Kister­mann. Zu diesen Zeiten ist die Vichtbrücke von beiden Seiten befahrbar. Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge könnten im Notfall jederzeit die Baustelle passieren, da das Bauunternehmen darauf flexibel und schnell reagiere.

Den Hammerberg mit Fahrzeugen verlassen könne man während der Bauzeit ganztägig, betonte Marcel Poqué: „Mit der Sperrung der Brücke gilt eine Einbahnstraßenregelung In der Schart, damit die Anwohner über diese Straße und den Torbogen an der Burgstraße immer aus dem Hammerberg herausfahren können.“

Poqué erhielt aus den Reihen der Bürger sogleich den Tipp, das Ordnungsamt solle dann die Falschparker In der Schart intensiver kontrollieren. Anwohner, Angestellte und Mitarbeiter der Evangelischen Kirchengemeinde, die nicht auf den Hammerberg zurückkommen, da die Baufirma gerade arbeitet, könnten auf dem Heinrich-Böll-Platz parken.

„Dort werden wir für die Dauer der Maßnahme Anwohner-Parkflächen ein­richten und Parkausweise ausgeben“, sagte Poqué. Im Großen und Ganzen zeigten sich die Bürger zufrieden mit den Regelungen. Auch jene, die besonders betroffen sind: „Ich bin nicht glücklich über die Baumaßnahme, aber es muss ja gemacht werden, und die Art und Weise, wie es vonstatten geht, ist für die Anwohner verträglich“, meinte etwa Dirk Stock, der das Hotel am Hammerberg betreibt.

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