Kampf gegen den Sanierungsstau in den Stadtteilen

Von: -jül-
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Reitmeisterweg und untere Galmeistraße sind fertiggestellt. Der obere Straßenabschnitt soll ab August angepackt werden. Foto: J. Lange

Stolberg. Nicht nur in der Innenstadt arbeitet die Stadt Versäumtes aus der Vergangenheit auf, sondern auch in den Stadtteilen wird peu á peu eine in die Jahre gekommene Infrastruktur erneuert. Anhand einer Prioritätenliste werden die größten Sorgenkinder bevorzugt angepackt.

Zwei davon sind jetzt „innerhalb des Zeit- und des Kostenrahmens fertiggestellt“, sagt Tobias Röhm. Die Obere Donnerbergstraße und der erste Abschnitt der Galmeistraße sind wichtige Erschließungsachsen für Donnerberg beziehungsweise Büsbach und wiesen einen ausgesprochen maroden Zustand auf. Drastische Absenkungen und Risse in der Fahrbahn, deren Deckschicht teilweise noch auf Kopfsteinpflaster ruhte, wiesen seit Jahren deutlich auf den Sanierungsstau hin.

In der Oberen Donnerbergstraße begannen im Februar die Arbeiten zunächst mit der Erneuerung des Kanals. Sie erfolgte so zügig, dass eine Baupause über die Sommerferien eingelegt werden konnte. Ab August folgte der Neubau von Fahrbahn und Nebenanlagen. Rund 1,48 Millionen Euro plus 180.000 Euro Planungskosten investierte die Stadt in 9000 Quadratmeter Ausbau der Fahrbahn in Asphalt und der Gehwege und Parkplätze in Pflaster. 900 Meter Mischwasserkanal mit 400 Millimeter Durchmesser wurden gelegt sowie auf 280 Meter eine Drainage eingebaut.

Mit 960.000 Euro Herstellungs- plus 150.000 Euro Planungskosten schlägt die Erneuerung von Reitmeisterweg und unterer Galmeistraße zu Buche; davon entfallen 150.000 Euro auf den Bau eines 300 Millimeter messenden Kanals über 120 Meter. 5100 Quadratmeter Straßenbau erfolgten mit Asphalt in der Fahrbahn und Pflaster in den Nebenanlagen. Was beiden Projekten noch fehlt, ist die Bepflanzung der Grünanlagen.

Vichter Straße folgt im Oktober

Die Fortsetzung der Arbeiten in der oberen Galmeistraße verschiebt sich bis voraussichtlich August, um die Erreichbarkeit des Büsbacher Ortskerns nicht zusätzlich zu erschweren. Grund dafür sind die andauernden Arbeiten am Marienheim, aufgrund derer die Bischofstraße nur einspurig befahrbar ist. Sie soll dann in 2018 neu ausgebaut werden, wenn in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres der Ausbau der oberen Galmeistraße abgeschlossen ist.

Zu Beginn des kommenden Jahres steht auf der Agenda des Tiefbauamtes als nächstes die Erneuerung der alten Prämienstraße zwischen Mauerstraße und Rotdornweg inklusive der Gestaltung des Heinrich-Kamps-Platzes. Im Juni soll in Atsch der zweite Bauabschnitt der Rhenaniastraße zwischen Probsteistraße und Hauptbahnhof angepackt werden, wobei auch die Zufahrt der bestehenden P+R-Anlage neu gestaltet werden soll. Zudem beabsichtigt der Landesbetrieb, sein Teilstück der Rhenaniastraße (L 236) zwischen Dreieck und Münsterbachstraße zu sanieren.

In Mausbach soll im Oktober der Neubau von Kanal und Fahrbahn der Vichter Straße beginnen; eine Bürgerversammlung dazu wird für März terminiert. Im Mai sollen die Anlieger des Rosenwegs an der Planung des Ausbaus beteiligt werden, der im Februar 2018 beginnen soll.

Abriss und Neubau der Heinrich-Heimes-Brücke auf der Mühle sollen im September anlaufen. Die Brücke in der Döllscheidter Straße und die Offenlegung des Hasselbachs unter dem alten Zweifaller Schulhof sollen ab Juni angepackt werden.

Zudem stehen drei Projekte rund um die Entwässerung für Juni auf dem Programm der Stadtverwaltung: Am Allmannshof und in der Steinfurt wird die Regenentwässerung neu geregelt, und in Schevenhütte soll das Lamersiefen ertüchtigt und neu verrohrt werden, damit es im Hochwasserfall nicht mehr über die Ufer tritt und Keller der angrenzenden Bebauung flutet.

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