Kampagne „Kupfer in den Adern“ ist ein „voller Erfolg“

Von: Dirk Müller
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Dr. Carolin Cremer-Kruff (v.l.), Susanne Kaivers-Gerards, Nicole Scherrers und Christiane Lühr haben sich für Stolberg entschieden. Foto: D. Müller

Stolberg. Für sie ist ‚„Kupfer in den Adern“ nicht nur ein Slogan, sondern inzwischen auch gelebte Realität: Denn die 2004 in Aachen gegründete Medienagentur „Oecher-Design“ ist seit Kurzem in der Kupferstadt ansässig und hat mit dem „Caroma Textconsulting“ der Stolbergerin Dr. Carolin Cremer-Kruff eine Bürogemeinschaft am Steinweg 74 gegründet.

„Wir fühlen uns sehr wohl hier, und in Kooperation mit ,Caroma‘ können wir künftig Dienstleistungen in vollem Service anbieten – vom Text über Design bis hin zum Druck“, beschreibt Christiane Lühr von „Oecher-Design“, dass von der neuen Konstellation auch andere Stolberger Unternehmen profitieren könnten.

Mit ihrer Kollegin Nicole Scherrers zeichnet Lühr für die Kampagne mit Großplakaten verantwortlich, auf denen auch ein Modell mit kupferfarbenen Augen abgebildet ist. Dies und die Überschrift „Kupfer in den Adern“ ist durchaus kontrovers öffentlich diskutiert worden.

Für Bürgermeister Tim Grüttemeier ist die Kampagne aber nicht trotzdem, sondern auch gerade deshalb ein „voller Erfolg“: „Stolberg nennt sich seit 2012 ,Kupferstadt‘, und es war überfällig, das Thema Kupfer in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.“

Darüber, dass Stolberg einst die bedeutendste Messingstadt der Welt war, die Legierung Messing als solche aber noch nicht bekannt war und „gelbes Kupfer“ genannt wurde, könne auch mancher Bürger der Stadt der Kupferhöfe und Kupfermeister noch aufgeklärt werden. Und: „Kritik gehört dazu und ist gut“, sagt Grüttemeier.

Der städtische Pressesprecher Robert Walz betont, die Kampagne sei als Aufruf zu einem Bürger-Fotowettbewerb gedacht und habe nicht zuletzt durch die Diskussion viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. „Doch schon vorher sind rund 50 Fotobeiträge eingegangen.

Die Bürger thematisieren dabei die Natur Stolbergs, die Altstadt oder Stolberg als Hochzeitsstadt. Andere Beiträge greifen das Brauchtum oder Besonderheiten von Stadtteilen auf“, erklärt Walz, dass die Teilnehmer sehr kreativ seien. „Und das können sie auch noch bis zum 11. Februar 2016 sein, so dass auch Motive etwa der Kupferstädter Weihnachtstage oder aus dem Karneval einfließen können.“

Christiane Lühr hebt hervor, dass die Stolbergerinnen sich nicht unbedingt mit dem Modell der Kampagne identifizieren müssen: „Es geht darum, sich mit der eigenen Stadt zu identifizieren. Und auch die Kritik an der Kampagne zeigt, dass Potenzial gegeben ist, weil die Menschen sich mit Stolberg und den Geschehnissen in ihrer Stadt beschäftigen.“

So wie auch die Damen von „Caroma“ und „Oecher-Design“, nicht nur wenn Dr. Cremer-Kruff sagt: „Stolberg ist eine Stadt mit Zukunft, die im Herzen der Städteregion liegt und in der sich auch wirtschaftlich in den nächsten Jahren Einiges bewegen wird.

Die Kupferstadt ist in der Agentur am Steinweg allgegenwärtig: Der Vogelsänger, das Burghaus, der Kupferhof Rosental und das Schwungrad am Museum Zinkhütter Hof sind als Postkarten und als Buttons erhältlich – und auch Bestandteil des neuen 2016er Stolberg-Kalenders mit Texten von Chrisitan Altena, die Toni Dörflinger in Stolberger Platt transferiert hat.

Neben dem historischen Rathaus sind auch Motive aus Stadtteilen wie Atsch, Büsbach oder Zweifall präsent. „Den Kalender werden wir jedes Jahr mit wechselnden Motiven neu auflegen“, verspricht Scherrers. Die „Stolberg-Edition“ solle künftig noch vergrößert werden, und einen weiteren Clou hat die Agentur schon jetzt parat: Auf www.kupfer-in-den-adern.de können Bürger nicht nur an dem Fotowettbewerb teilnehmen, sondern auch ein neues Wappenzeichen herunterladen, dass jeder Bürger frei nutzen darf, während die Verwendung des offiziellen Stadtwappens nur Behörden gestattet ist.

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