Kaisperplatz: Bei der Umgestaltung sollen Bürger einbezogen werden

Von: Lukas Franzen
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Ein menschenleerer Kaiserplatz soll bald schon der Vergangenheit angehören. Damit sich der Platz zum „Mittelpunkt städtischen Lebens“ entwickelt, soll er auch optisch deutlich verändert werden. Foto: L. Franzen

Stolberg. Einen WLAN-Hotspot hat er schon. Jetzt soll nach der digitalen auch die optische Aufwertung des Kaiserplatzes voranschreiten. Das ehrgeizige Ziel: Der Platz soll sich zu „einem Ort, an dem man sich gerne aufhält“ entwickeln. Zu einem „Mittelpunkt städtischen Lebens“, wie es im Entwicklungskonzept der Stadt heißt.

Mit der finanziellen Unterstützung durch das Förderprogramm „Stadtumbau West“, das Stolberg Zuschüsse zwischen sieben und acht Millionen Euro bis 2020 zusichert, ist die erste Hürde auf dem Weg zur Innenstadtsanierung gemeistert. Doch nach der Finanzierungsfrage muss nun die ebenso wichtige Frage nach der konkreten Gestaltung beantwortet werden. Nachdem ein Planungsbüro erste Entwürfe erarbeitete, sind die Bürger am Donnerstag dazu aufgerufen, ihre Ideen einzubringen und sich während einer Planungswerkstatt im Ratssaal mit den Entwürfen auseinander zu setzen.

„Wir wollen alle Aspekte mit den Bürgern diskutieren“, sagt der Technische Dezernent Tobias Röhm. „Fix ist bisher nichts. Es handelt sich um Vorentwürfe.“ Auch wenn bisher nichts entschieden ist, sind einige Veränderungswünsche besonders oft zu vernehmen: ein Gastronomiebetrieb nach Vorbild des Aachener Ferberparks, mehr Raum durch Umgestaltung der Beete, ein „Vier-Jahreszeiten-Konzept“ mit saisonalen Veranstaltungen sowie Spiel- und Sportmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.

„Die Idee, eine Art Kubus für die gastronomische Nutzung zu bauen, finde ich ganz toll“, sagt Marita Matousek, Sprecherin des Stadtmarketings (SMS). Natürlich werde sie mit zwei weiten SMS-Mitgliedern an der Planungswerkstatt teilnehmen. Positiv bewertet auch Stefan Doncks, 1. Brudermeister der St.-Sebastianus-Schützen Stadtmitte, die im Rahmen der Stadtkirmes ihr Schützenfest samt Abendprogramm auf dem Kaiserplatz veranstalten, die Pläne. „Ich hoffe jedoch das ausreichend Platz für Veranstaltungen bleibt und wir trotz Gastronomieansiedelung auf die Ausschankeinnahmen hoffen können.“ Ansonsten, so Doncks, könne sein Verein die Events finanziell nicht mehr stemmen.

Planungssicherheit fordert auch Dieter Nerlich, Betreiber des Karnevalszeltes auf dem Kaiserplatz, für die Zeit während und nach der Umgestaltung. „Ich muss frühzeitig entscheiden, wie es nächstes Jahr weitergeht.“ Bis auf die beiden Laternen in der Platzmitte sei die Aufteilung für ihn kein Nachtteil, sagt Nerlich, der das Zelt seit 15 Jahren betreibt, und hofft, dass seinem Zelt bald keine größere Dinge im Wege stehen.

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