Kaiserplatz: Außengastronomie und viel Glas gibt Licht

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:
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Hier werden die Dimensionen deutlich, die die geplante Gastronomie inklusive umfangreicher und überdachbarer Außenbewirtschaftung auf dem Kaiserplatz im nordöstlichen Platzquadrat einnehmen soll; die Spielgeräte sind in den südöstlichen Bereich verlagert.
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Gläserne Fronten sollen das Gebäude prägen.
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Ein Beispiel, wie das wirken kann, vom St. Andrews Square mitten in der historischen Neustadt von Edinburgh.

Stolberg. Nun liegen sie auch als Zeichnungen im Rathaus vor, die Vorstellungen der geplanten Gastronomie, die entscheidend zur Belebung des Kaiserplatzes und der Innenstadt beitragen soll. Dass die Bewirtschaftung deutlich umfangreicher als bisher gedacht ausfallen soll, war bereits der Vorlage für den am Donnerstag tagenden Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) zu entnehmen.

Ein erstes Bild, wie es aussehen könnte, kann man sich nun anhand der ersten Skizzen machen, die die Planer von Kaiserplatz und Gastronomie bei der Verwaltung vorgelegt haben.

Bis dato war als „weißes Feld“ ein Platz von 13 mal 13 Metern freigehalten worden, der im nordöstlichen Platzquadrat weitere Spielmöglichkeiten vorsah. Sie sollen nun im südöstlichen Quadrat konzentriert werden, um Raum für eine Gastronomie zu gewinnen, die wirtschaftlich betrieben werden können und Leben auf den Platz ziehen soll.

Unter Erhalt der Sichtachsen auf ehemaliges Gymnasium und Amtsgericht soll der L-förmige Baukörper mit 14,5 mal 18,5 Meter möglichst nah an den Parkstreifen gesetzt werden. Südlich vorgelagert ist eine Fläche für die Außengastronomie vorgesehen, die bis zur Platz-Mittelachse reicht und die mit hochwertigen Markisen beschattet werden kann.

Im Kellergeschoss sind neben Lager- und Funktionsräume die Toiletten vorgesehen, die über einen Aufzug barrierefrei erreicht werden können. Im Obergeschoss findet neben Küche (in der nordöstlichen Ecke) und Theke findet sich reichhaltig Platz zur ganztägigen Bewirtschaftung mit Speisen und Getränken.

Das Gebäude ist als moderner, schlichter Flachbau mit großen Fensterflächen geplant, das „sich aus Gründen des Denkmalschutzes bzw. aufgrund des Umfeldes in Form und Gestaltung zurücknimmt“, erklärt er Technische Beigeordnete Tobias Röhm. Bau und Betrieb sollen auf Kosten eines renommierten Gastronoms aus der Nachbarstadt erfolgen, während die Kupferstadt dem Investor die Baufläche in Form einer Erbpacht zur Verfügung stellt.

Der Gastronomie sollen keine Exklusiv-Rechte eingeräumt werden, auch nicht bei den (städtischen) Veranstaltungen auf dem Kaiserplatz. Während der ASVU am Donnerstag über das Konzept berät, soll der Hauptausschuss am 29. Dezember die vertraglichen Regelungen mit dem Investor beschließen.

Für Januar 2016 sind Ausschreibe- und Vergabeverfahren für die Neugestaltung des Platzes vorgesehen. Bis Februar soll eine Spezialfirma betroffene Kastanien versetzen.

Der Bauablauf soll in drei Phasen erfolgen, die sich teilweise überschneiden können: Zunächst soll der westliche Teil des Kaiserplatzes bis zur Mittelachse umgebaut werden – inklusive Rückbau und Sicherung des Brunnens. Diese Arbeiten beginnen voraussichtlich ab Februar/März. In einer zweiten Phase wird der Bau des Gastronomie-Gebäudes erfolgen (teilweise gleichzeitig mit dem Umbau der westlichen Hälfte des Platzes).

Nach Fertigstellung der Gastronomie (ohne Innenausbau) wird der östliche Teil des Kaiserplatzes (Spielbereich, Brunnenanlage) realisiert. Es ist geplant den Kaiserplatz bis Ende 2016 fertig zu stellen. Der Bauablauf sieht vor, dass die Weihnachtsmärkte in 2015 und 2016 sowie der Rosenmontagszug 2016 planmäßig stattfinden können. Darüber hinaus steht der Kaiserplatz in 2016 voraussichtlich für keine weiteren Events zur Verfügung. Veranstalter wurden informiert

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