Kämmerer nimmt drei Millionen Euro mehr ein

Von: Jürgen Lange
Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Detlef Zähringer hat es geschafft: Der Kämmerer legt einen ausgeglichenen Haushalt für die Stadt Herzogenrath vor.

Unerwartete zusätzliche Einnahmen aus der Gewerbesteuer (31,3 Millionen Euro für 2011) waren dabei sehr hilfreich.

Ebenso freut sich sein Stolberger Kollege sich über die finanziellen Auswirkungen eines wirtschaflichen Aufschwungs. Auch wenn sie Dr. Wolfgang Zimdars bei weitem noch nicht in die glückliche Situation versetzen, an einen Haushaltsausgleich zu denken, so ermöglichen sie es ihm, zumindest weniger neue Schulden zu machen. Drei Millionen Euro hat der Kämmerer der Kupferstadt bis dato mehr eingenommen als erwartet.

Mit 16,3 Millionen Euro hatte er im Haushalt für 2010 kalkuliert, 19,3 Millionen Euro sind eingezahlt. Sie stammen vor allem von Unternehmen, die angesichts ihrer guten Lage die Vorauszahlungen auf den Steuerbescheid freiwillig vorzeitig angehoben haben. Die tatsächliche Veranlagung erfolgt in der Regel mit zeitlicher Verzögerung nach der offiziellen Abrechnung mit dem Finanzamt. Somit stellt sich Dr. Zimdars schon einmal auf weitere Einnahmen aufgrund von Nachzahlungen ein und zeigt sich durchaus zuversichtlich. „Ich bin optimistisch, dass die Gewerbesteuereinnahmen weiter zunehmen werden”, sagt der Kämmerer, der damit die Verschuldung Stolbergs weiter reduzieren möchte.

Das allein für dieses Jahr kalkulierte Defizit von 29,9 Millionen Euro konnte aufgrund von Einspareffekten laut Haushalts-Controlling um 2,7 Millionen Euro reduziert werden; außerdem wirken sich die Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer günstig aus, so dass die Unterdeckung des städtischen Etats auf 24,2 Millionen Euro in diesem Jahr sinkt. Das sei zwar immer noch „eine katastrophale Höhe”, so Dr. Zimdars, aber „es gibt einen kleinen Lichtblick in düsteren Zeiten”.

Die Mehreeinnahmen von drei Millionen Euro dienen zur Entlastung des Kassenkredits: Stolberg muss weniger Geld bei Banken leihen, um weiterhin zahlungsfähig zu bleiben.
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