K13: Nachts bleiben die Ampeln aus

Von: -jül-
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Stolberg. Mal ist es die Grüne Welle, dann die Nachtabschaltung von Ampeln oder auch nächtliche Raser und Schwerlastverkehr - die K13 zwischen Büsbach und Münsterbusch beschäftigt seit Jahren die politischen Gemüter.

Jetzt möchte die Stolberger Stadtverwaltung endlich einmal Nägel mit Köpfen machen. Zwischen den beiden großen Kreuzungen mit Landesstraßen - in Büsbach mit der Aachener Straße und in Münsterbusch mit der Cockerillstraße - sollen alle Ampeln auf der Achse Konrad-Adenauer- / Prämien- und Mauerstraße nachts ausgeschaltet werden.

Zuletzt hatte der Verkehrsausschuss um Februar die Verwaltung aufgefordert, Erfahrungsberichte bei der Polizei und der Stadt Aachen einzuholen. Die grundsätzlichen Aussagen von den Ordnungskräften und dem Landesbetrieb, dass eine Ampel rund um die Uhr eingeschaltet sein solle, weil dies sicherer sei, war den Politikern eben zu grundsätzlich - insbesondere mit Blick auf die Realität in der Kaiserstadt, in der nachts an zahlreichen Kreuzungen die Lichtzeichenanlagen abgeschaltet sind. Inzwischen hat die Polizei mitgeteilt, dass sie „personell nicht in der Lage istÓ, so Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt, einen solchen Erfahrungsbericht abzugeben. Derweil hat die Stadt Aachen zwar nicht schriftlich, aber in mehreren Telefonaten erklärt, das sie „grundsätzluich an Kreuzungen und Einmündungen mit guten Sichtbeziehungen und wenig Verkehr in den Nachtstunden” die Ampeln abschaltet. Sobald an einer abgeschalteten Anlage Unfälle passieren, wird der Fall analysiert und der Sinn einer Wiederinbetriebnahme geprüft.

Dies soll Vorbild für Stolberg sein, schlägt Pickhardt dem am Donnerstag tagenden Ausschuss vor. Zunächst als einjährige Testphase sollen sechs Ampeln an der K13 abgeschaltet werden: Meisenweg/Holderbusch, Ardennenstraße, Schafberg, An der Kesselschmiede sowie die beiden Einmündungen der Prämienstraße.

Damit bleibt zwischen den beiden Landesstraßen nur die Lichtzeichenanlage an der Kreuzung mit Talstraße / Elsterweg in Betrieb, die in Anlehnung an die Aachener Erfahrungen für eine Geschwindigkeitsdämpfung sorgen soll; außerdem gilt dieser Einmündungsbereich als recht unübersichtlich. Die Stadt rechnet mit Kosten von 10.000 Euro für die Änderung der Ampel-Software.
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