Stolberg - Jusos: Tim C. Schmitz ist neuer Vorsitzender

Jusos: Tim C. Schmitz ist neuer Vorsitzender

Von: Jürgen Lange
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Die Stolberger Jusos-Spitze mit ihrem Mann für den Landtag (v.r.): Tim C. Schmitz, Dana Manoliu, Ronja Missong, Gürhan Dogan, Claus Wenzler, Jans Bachmann, Max Peters, Arndt Kohn, Thomas Wüller, Natalie Malay, Patrick Haas und Stefan Foto: J. Lange

Stolberg. Studiengebühren? Nein, die sind für ihn ein Unding. „Bisher hat noch niemand bewiesen, dass durch diesen Beitrag der Studenten mehr Platz in den Hörsälen geschaffen und die Studienbedingungen verbessert worden sind”, sagt Stefan Kämmerling.

„Schon als Juso habe ich mich immer gegen Studiengebühren ausgesprochen”, betont der designierte Landtagskandidat der SPD.

Dabei ist der 33-Jährige selbst noch Juso. Rein rechnerisch noch zwei Jahre bis zur Altersgrenze. Aber in der Brust des Eschweilers schlägt weiterhin das Herz der Jugend, auch wenn seine Ära als Kreisvorsitzender längst vorbei ist, aber ganz besonders intensiv, wenn er bei der Mitgliederversammlung der Stolberger Jusos in der „Kiste” an der Bergstraße prominenter Gast ist.

„Martin Peters hat mich damals abgelöst”, erinnert sich Kämmerling, der am 27.November von der Unterbezirkskonferenz seiner Partei auch formal als wichtigster Gegenspieler von Axel Wirtz um das Landtagsmandat im Südkreis im kommenden Frühjahr auf den Schild gehoben wird.

Manoliu führt auch Kreis-Jusos.

Derweil hat Martin Peters, der die letzte Wahlen Revue passieren lässt und als 26-Jähriger die SPD selbst als Bundestagskandidat vertrat, selbst längst Platz gemacht als Kreisvorsitzender. Die Stolbergerin Dana Manoliu führt seit Mai letzten Jahres die Jusos im Unterbezirk. Und an diesem Abend wird die 23-jährige Studentin als stellvertretende Vorsitzende des Stolberger Verbandes bestätigt. Einstimmig, wie alle Ämter bei dieser Mitgliederversammlung besetzt werden.

Wie erwartet führt nun der 18-Jährige Tim C. Schmitz - der Gymnasiast auf dem „Goethe” hat zuvor als Beisitzer mitgearbeitet und schon Landtags-Erfahrung gesammelt bei einem Planspiel des Parlaments in diesem Sommer - die derzeit 36 Mitglieder an. Ihre hohe Motivation zeigt, dass ein Drittel davon an der Versammlung teilnimmt. Boris Weinstein hält an diesem Abend die berufliche Ausbildung im Ruhrgebiet davon ab; er rückt als Beisitzer auf den zweiten stellvertretenden Vorsitzenden-Posten. Den hat bis dato Arndt Kohn inne, der kommissarisch die Jusos führt, als sich die damalige Vorsitzende Anna Farrensteiner aus beruflichen und zeitlichen Gründen zurückzog.

Gleichwohl berichtet der 29-Jährige über umfangreiche Aktivitäten in den zurückliegenden Monaten. Engagement gegen Rechtsextremismus und Wahlkämpfe sind zwei der Eckpfeiler, zu denen auch Musik- und Informationsveranstaltungen zählen. Die Jusos sind immer dabei, wenn in Stolberg gemeinsam für Toleranz und Menschenfreundlichkeit eingestanden wird und beteiligen sich aktiv am Werben um Wählerstimmen.

Aktiv sind sie jetzt auch in den Parlamenten vertreten. Mit sachkundigen Bürgern, Martin Peters im Städteregionstag und Patrick Haas im Stadtrat. Dort übernimmt er den Vorsitz im Schulausschuss. „Ein Zeichen, das wir bewusst gesetzt haben”, sagt Dieter Wolf.

In den Dialog eingebunden

Denn es sei schwieriger geworden, jungen Menschen zu zeigen, dass sie mit ihrem Einsatz etwas bewegen können. „Wir legen großen Wert auf das Engagement der Jugend”, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende und zieht den Vergleich zu seiner Zeit als Juso-Vorsitzender, als der Wille Politik zu gestalten weiter verbreitet war.

Seine Hilfe dabei sichert auch der Bürgermeister zu und gibt schon einmal ein paar Tipps für den Landtagswahlkampf. „Wir müssen den Menschen sagen, was mit Schwarz-Gelb auf sie zukommt”, sagt Ferdi Gatzweiler.

Ein Hinweis, den der neue Vorsitzende Tim Schmitz gerne aufgreift und eine aktive Rolle der Stolberger Jusos beim Kampf um das Landtagsmandat zusichert. Und mit Stefan Kämmerling, versichert die ehemalige Abgeordnete Hildegard Nießen, habe die SPD den richtigen Kandidaten, der sein Ohr am Bürger habe und kompetent wie sachkundig die Interessen der Region in Düsseldorf vertreten könne.

„Ich will dort ein Kämpfer für die Interessen der Städte vor Ort sein”, verspricht Kämmerling nun „Fixpunkte für jeden Ort” zu erstellen. Und die Stolberger Jusos werden bei diesem Dialog eingebunden. Nicht nur deshalb, weil auch ihnen die Studiengebühren ein Dorn im Auge sind.

Einstimmig erfolgte die Besetzung des Juso-Vorstandes: Vorsitzender Tim C. Schmitz; Stellvertreter Dana Manoliu und Boris Weinstein; Geschäftsführer Thomas Wüller, Stellvertereter Simon Deptalla; Kassierer Arndt Kohn; Pressesprecher Jan Bachmann; Beisitzer Max Peters, Natalie Malay, Claus Wenzler, Ronja Missong, Patrick Haas, Gürhan Dogan und Susanne Kubiak. Zu Revisoren bestimmt wurden Martin Peters und Christoph Esser.

Eine Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Thema Rechtsextremismus soll in Kürze in Stolberg gezeigt werden. Geplant ist eine Eröffnung am Montag, 16.November, in den Berufsbildenden Schulen.
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