Kinofreisteller

Junges Filmteam der Hermannschule dreht Streifen über Schulalltag

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Auch sie hatten ihren großen Auftritt im Rahmenprogramm der Filmvorführung: die Kinder vom Chor der Hermannschule. Ihr Vortrag war ein Beweis mehr dafür, wie eng die Gemeinschaft an der Schule ist. Foto: C. Hahn
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Stichwörter zum Mitsingen: Schulleiterin Renate Krickel half tatkräftig mit.

Stolberg. Für eine Stunde standen Glodia, Sükran, Daorsa, Edom und Lars im Mittelpunkt im Stolberger Kulturzentrum an der Frankentalstraße: Gemeinsam mit der Düsseldorfer Medienpädagogin Charlotte Krickel und Rektorin Renate Krickel haben die Grundschüler ein Filmporträt über den Ort gedreht, an dem sich von morgens bis mittags ihr Leben abspielt: die Hermannschule.

Dazu gab die Präsentation im Kulturzentrum natürlich den passenden Rahmen her: Die Ränge über und über mit anderen Schülern, Eltern, Lehrern und anderen Menschen gefüllt, stellte sich das filmversierte Quintett einem Talkmaster zum Gespräch. Und dieser Talkmaster, das war niemand geringerer als Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier. Der machte dem Team direkt zu Beginn ein dickes Kompliment: „Ich habe mir den Film angeschaut, und was ich gesehen habe, hat mir sehr gefallen.“

Derart mit Anerkennung aufgewertet, stellten sich Glodia und ihre vier Freunde locker und unverkrampft zum Gespräch:. Auf die Frage, was sie denn bei dem Projekt, in dessen Verlauf die Grundschüler sich eine Woche lang ganz konzentriert um ihren Film gekümmert haben, fasziniert habe, fand Edom die Antwort, die auch von den anderen hätte kommen können: „Der Umgang mit der Kamera, wie man sie bedient und wie man sie scharf stellt, das hat mir besonders gefallen.“

Und was sie beim nächsten Film unbedingt noch besser machen wolle, brachte Glodia auf den Punkt: „Die Projekte an und in der Hermannschule sollen noch besser unter die Lupe genommen werden.“

Natürlich haben sich alle, die Gäste wie die Gastgeber, den Film auf der großen Leinwand angesehen. Sie tauchten ein in den Mikrokosmos einer Schule, in der Kinder aus 15 Ländern lernen. In der Flüchtlingskinder in der „Willkommensklasse“ an das Leben in einem für sie fremden Land herangeführt werden (eine Tatsache, die der Film in Mikro-Interviews widerspiegelt), besuchten den Hof mit dem kleinen „Friedensgarten“ , lernten junge und etwas ältere Menschen kennen und ins Herz schließen. Auf diese Weise haben sich Glodia, Sükran, Daorsa, Edom und Lars zu guten Botschaftern der Hermannschule gemacht. Sie mögen diesen Ort und alle, die ihm Leben und Gestalt verleihen. Mit ihrem Stolz und ihrer kindlichen Frische nebst Neugier haben vielen Menschen das Herz aufgeschlossen – durch den Film an sich und auch durch die Präsentation im Kulturzentrum. Bei dieser Gelegenheit hat nicht zuletzt der Auftritt des Schulchores dokumentiert, wie sehr dieses Projekt in der Gemeinschaft verwurzelt ist.

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