Junger Mann aus Breinig ist einer von „Germanys Power People 2013”

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
Foto-Shooting in der Werkstatt
Foto-Shooting in der Werkstatthalle: Marc Weißhaupt präsentiert seinen Beruf in einem Handwerkskalender. Foto: Werbefotografie Weiss

Stolberg. Als Marc Weißhaupt sein eigenes Bild im Internet sah, war er ziemlich überrascht. Da strahlte sein Abbild in die Kamera, und es hatten tatsächlich schon Leute für ihn abgestimmt.

Sie wollten, dass er in den neuen Kalender „Germanys Power People 2013” kommt. Darin werden Handwerker zu sehen sein, die ihren Beruf mit „Pep und Charisma präsentieren”.

Selber hätte Weißhaupt sich wohl nicht darauf beworben. „Meine Mutter hat mich einfach angemeldet”, sagt Weißhaupt. Dann ging alles ganz schnell. Der 22-Jährige aus Breinig bekam eine Einladung zum Foto-Shooting. „Das war in einer Kfz-Halle in Düsseldorf. Da stand ich für eine gute Stunde im Mittelpunkt. Das war schon sehr schön”, sagt Weißhaupt. Fotografen, Friseurinnen und Visagistinnen kümmerten sich nur um den jungen Mechatroniker-Gesellen.

Mittlerweile ist klar: Die Bilder von Marc Weißhaupt kommen in den Kalender. Darauf ist er mit der berufstypischen Latzhose zu sehen. Darunter trägt er nichts als nackte Haut. „Das haben die Leute entschieden, die den Kalender machen. Aber ich habe kein Problem damit. Ich hätte fast alles mitgemacht”, sagt er mit einem Augenzwinkern. Seine Freundin Jasmin Hinselmann sieht das völlig locker: „Das macht mir nichts. Ich finde, darauf kann man stolz sein”, sagt sie. Eifersüchtig würde sie nur werden, wenn ihr Liebster mit einer anderen Frau abgebildet werden sollte.

Spätestens wenn Marc Weißhaupt zum Mister Handwerk gekürt werden sollte, wird er wohl auch mit dem weiblichen Pendant fotografiert. Und Chancen hat er durchaus. „Es würde mich schon sehr reizen, Mister Handwerk zu werden. Das wäre eine tolle Sache”, sagt Weißhaupt. Zur Wahl werden sechs Leute aus dem Kalender nach München eingeladen. Wer letztlich daran teilnehmen darf, entscheidet sich per Abstimmung und Jury-Urteil.

Das nötige Aussehen hat Weißhaupt jedenfalls. Dabei tut er gar nicht viel für seine sportliche Figur. „Bis ich 15 Jahre alt war, habe ich im Turnerbund Breinig Kunstturnen gemacht. Jetzt laufe ich ab und zu mal”, sagt er. Und dabei müsse man für ein solches Kalender-Foto gar nicht eitel sein. „Da haben ganz unterschiedliche Menschen mitgemacht. Der älteste war um die 60 Jahre. Man muss Spaß daran haben. Aber Selbstbewusstsein braucht man schon.” Nun hat Weißhaupt auch eine gehörige Portion Ehrgeiz entwickelt. „Jetzt will ich das auch bis zur Mister Handwerks-Wahl durchziehen.” Dabei gibt es immerhin eine eineinhalbwöchige Urlaubsreise zu gewinnen.

Für den Breiniger bietet das Kalender-Shooting die Chance, seinen Beruf „auf andere Art und Weise” zu präsentieren. Schließlich sei der Beruf ein Stück seiner Persönlichkeit. „Vielleicht sehen das ja auch jüngere Leute, die vor der Berufswahl stehen. Das könnte vielleicht etwas in ihnen wecken.”

In der Werkstatt sehen seine Kollegen sein Engagement positiv. Ein paar Frotzeleien musste er sich zwar gefallen lassen, aber ansonsten gab es weitgehend Unterstützung. Auch vom Chef, der ihn für das Foto-Shooting freistellte.

Den größten Stolz verspürt allerdings Mutter Ute Kaldenbach. Die rührt kräftig die Werbetrommel für ihren Sohnemann. Schließlich braucht der so viele Stimmen wie möglich, um eine Chance auf den Titel „Mister Handwerk” zu haben.

Entscheidung über den Sieger fällt im Internet

Der Kalender „Germanys Power People 2013” wird vom Deutschen Handwerksblatt und der Versicherung Signal Iduna herausgegeben. Darin präsentieren männliche und weibliche Handwerker ihren Beruf.

Ab Dezember läuft die Abstimmung für die Vorausscheidung zur Mister und Miss Handwerks-Wahl. Abstimmen kann man im Internet.

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