Junger Frau fehlt nach Party im Camp Astrid die Erinnerung

Von: -jül-
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Stolberg. Zunehmend zwielichtiger wird das nächtliche Treiben im Gewerbegebiet Camp Astrid. In den bruchreifen Lagerschuppen nahe der Bahn fand nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei in der Mainacht eine Techno-Party mit dramatischem Ausgang statt.

Am Morgen des 1. Mai entdeckten Spaziergänger kurz vor 11 Uhr im Straßengraben im Bereich der Einmündung der Haldenstraße in die Königin-Astrid-Straße eine nur spärlich bekleidete junge Frau, die zunächst nicht ansprechbar war. „Nach der Behandlung durch den alarmierten Notarzt gab sie an, sich an nichts mehr erinnern zu können“, erklärte Polizeisprecher Paul Kemen.

Demnach habe sie im Camp Astrid an einer Techno-Party teilgenommen; an weitere Details könne sie sich allerdings nicht mehr erinnern. Die Stolberger Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen – in vielfältige Richtungen. „Auch ein mögliches Sexualdelikt kann zum derzeitigen Stand nicht ausgeschlossen werden“, so Kemen. Die Polizei sucht nun Zeugen und weitere Hintergründe zu der nächtlichen Veranstaltung. Hinweise erbittet das Kriminalkommissariat 32 in Stolberg unter Telefon 9577-33200.

So ruhig es auch tagsüber in dem Gewerbegebiet zu sein scheint, so umtriebig ist das Geschehen dort in den Abendstunden, berichten Beobachter. Für harmlosere Aktivitäten sorgen jugendlichen Skater, die Straßen und Hallen für sportliche Aktivitäten und als Treffpunkt nutzen. Auffallender sind allerdings viele abgestellte Fahrzeuge auf Zufahrten ungenutzter Gewerbegrundstücke und verbliebener Hallen, die nicht nur Spaziergängern zuzuordnen sein sollen. Kenner des Areals sprechen von einem regen sexuellen Treiben im Camp Astrid, das auch als Umschlagplatz für Drogen dienen soll.

Im Vorgriff auf die Übernahme der an den Gleisen liegenden Immobilie von der Deutschen Bahn AG durch die städtische Camp Astrid GmbH zum 1. Juli wird ein Abriss der Hallen vorbereitet. Die Submission der Arbeiten erfolgt nächste Woche; die Bagger sollen dann schnellstmöglich anrücken, um die Verkehrssicherheit herzustellen. Zur Vorbereitung hat das Forstbetriebsamt bereits Rodungen vorgenommen.

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