Junge Union Stolberg weist Kritik aus den Reihen der Jusos zurück

Letzte Aktualisierung:

Stolberg. Zum „politischen Aschermittwoch“ hatten die Jungsozialisten, die Nachwuchsorganisation der SPD, ihre Sicht auf die Politik im Stolberger Rathaus diskutiert und dabei auch reichlich Kritik an der Jungen Union geübt. Die jungen CDU-Mitglieder weisen die Kritik jetzt zurück.

Natürlich dürfe es beim politischen Aschermittwoch auch einmal bayrisch-deftig zugehen. Allerdings solle man trotz allen Überschwangs stets bei der Wahrheit bleiben, so die JU. Damit hielten es die Stolberger Jusos jedoch leider nicht so genau.

Die CDU stehe wie kaum eine andere politische Partei in Deutschland hinter dem Gedanken der europäischen Integration. Deswegen habe sich die Stolberger JU im vergangenen Jahr auch sehr darüber gefreut, dass sich die Verwaltung unter Bürgermeister Grüttemeier erfolgreich um die Auszeichnung „Europa-Aktive Kommune in NRW“ beworben habe.

Die neue CDU-geführte Stadtführung stehe auch für eine solide Haushaltsführung und für die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln. All das freue die JU sehr, denn sie gestalte die Arbeit des Rates aktiv mit. Gleich mehrere Vertreter der CDU-Ratsfraktion stammten aus den Reihen der JU. Der Jungen Union tue es leid, dass sich die Jusos zurzeit nicht so recht im Rat vertreten fühlten und dass sie diese Unzufriedenheit mit sich selbst und mit der Koalition auch so deutlich zeigten.

Beim Thema „Mühle“ sei eindeutig, dass die CDU als erste Fraktion einen entsprechenden Antrag zur Umgestaltung vorgestellt habe. Dankenswerterweise wolle die SPD diese Initiative mit Kräften unterstützen, weswegen der Antrag schließlich im gemeinsamen Namen eingebracht und beschlossen worden sei. Nun zu sagen, die SPD habe hier die Federführung, sei eine erstaunliche Verdrehung der Tatsachen.

Die Jusos führten ferner aus, dass die SPD beim Thema „Burgstraße“ in ihrer wertvollen Arbeit zur Lösung des Verkehrsproblems behindert werde. Dabei sei die SPD seit 2004 ununterbrochen in der Koalition vertreten gewesen und habe sich in dieser Zeit nicht um die Altstadt und die Belange der Anwohner gekümmert. Die CDU habe das Thema im vergangenen Jahr auf Initiative der betroffenen Bürgerinnen und Bürger aufgegriffen und sich in mehreren Bürgerdialogen der Diskussion mit der Bürgerschaft gestellt. Ein Fragebogen sei gemeinsam mit der SPD abgestimmt und beschlossen worden.

Seitdem überrasche die SPD jedoch mit einer interessanten Argumentation, die den Bürgerwillen an den Ende des politischen Prozesses stellen möchte. Im gleichen Stile würden andere aktuelle Themen verdreht. Etwa die gemeinsame Neukonzeptionierung des Weihnachtsmarktes durch Anträge und Beratung von CDU und SPD. Da werde die Wahrheit gebeugt, etwa wenn es um die Umgestaltung des Büsbacher Ortskerns gehe, oder mit Schmutz geworfen, etwa beim Thema sozialer Wohnungsbau.

Wenn die Jusos bei ihren Unterstellungen und Vorwürfen Argumente schuldig blieben und blind die Argumentation ihrer Parteivorderen übernehmen, dann schmückten sie sich nicht nur „dreist mit fremden Federn“, wie sie selbst gerne sagten. Sie bewiesen vielmehr, dass sie trotz des Aschermittwochs noch die Narrenkappe auf haben. Als JU wolle man dies bewusst etwas anders machen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert