Jugendwerkstatt Stolberg bietet neue Perspektive

Von: dö
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Sie unterhalten und betreuen die Jugendwerkstatt sowie sind die Stützen des Trägervereines (v. l.): Renate Clemens-Symanzik, Gertrud Smets, Joachim Paul, Manfred Hansen, Wolf van Weyden und Harjo Herling. Foto: T. Dörflinger

Stolberg. „Die Jugendwerkstatt Stolberg ist eine Werkeinrichtung für Jugendliche, die Schwierigkeiten haben eine Berufs- und Lebensperspektive zu finden. Träger der Jugendwerkstatt ist seit 1985 der Verein Jugendberufshilfe Stolberg, dessen Vorstand ehrenamtlich die Geschäftsführung wahrnimmt.“

Diese beiden Sätze kennzeichnen die Aufgaben und Ziele einer Einrichtung, die jetzt anlässlich der Jahreshauptversammlung des Trägervereines Jugendberufshilfe im Mittelpunkt des Interesses stand. Die Berichterstattung - Grundlage war das vergangene Geschäftsjahr - hatten die Leiterin der Werkeinrichtung, Gertrud Smets, und der Vorsitzende des Trägervereines, Manfred Hansen, übernommen.

Sie machten die Mitglieder mit den Angeboten der Jugendwerkstatt vertraut, stellten die Sozialstruktur und Berufsperspektiven der betreuten Jugendlichen vor und beleuchteten Projekte und Aktivitäten wie „Jugend in Arbeit plus“, Förderunterricht und Bildungsarbeit, die der Werkeinrichtung angegliedert sind oder die bestehenden Angebote und Aufgaben ergänzen.

Demnach wurden im vergangenen Jahr 45 Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren betreut. Sie machten handwerkliche Erfahrungen in den Bereichen Textil, Garten und Holz. Zu den Aufgaben der Gartenwerkstatt gehört auch das Erstellen und die Zubereitung einer gesunden und nährstoffreiche Mittagsverpflegung, die mehrmals wöchentlich in der Einrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Friedhofsgärtnerei an der Bergstraße angeboten wird.

„Das gemeinsame Essen ist ein positiv besetzter wesentlicher Bestandteil der Jugendkultur“, versicherte Smets, die mit der Durchführung von Grabpflege, Erstellung von Kosmetiktaschen und Lampenschirmen sowie Sitzgruppen aus Holz für die örtlichen Schulen beispielhaft private Projekte und Auftragsarbeiten der einzelnen Werkbereiche vorstellte. Laut Smets dienen die handwerklichen Tätigkeiten unter anderem der Förderung von Ausdauer und Konzentration sowie der Pünktlichkeit und der Zuverlässigkeit der Jugendlichen.

Darüber hinaus vermitteln sie handwerkliche Fähigkeiten und Grundfertigkeiten sowie sind eine Hilfe bei der Konkretisierung der beruflichen Vorstellungen und Perspektiven.

Angeleitet und gefördert durch die Jugendwerkstatt, dazu gehört auch der Stützunterricht, konnten laut der Sozialpädagogin einige Erfolge erzielt werden: Erfolge, die auf Ausbildung und Arbeit sowie Qualifizierungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit zurückzuführen sind.

Dazu gehören auch die weiteren Schulangebote, die einige Jugendliche in Anspruch nahmen. Das zur Jugendwerkstatt gehörende Projekt „Jugend in Arbeit plus“ stellte die Sozialarbeiterin Katja Knospe vor. Laut Knospe wurde das Beratungsangebot im vergangenen Jahr von 70 Jugendlichen in Anspruch genommen, die das Jobcenter Stolberg und die Agentur für Arbeit der sozialen Einrichtung zugewiesen hatte.

Zu den Erfolgen gehören hier unter anderem die Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen, die Weiterbildungsmaßnahmen, die Durchführung eines Freiwilligen sozialen Jahres und der Beginn einer Ausbildung.

Der Kassenbericht und der Haushaltsplan waren für Manfred Hansen Anlass, sich bei der Stadtverwaltung und dem Landschaftsverband für die zur Verfügung gestellten Zuschussmittel zu bedanken: „Die Erhöhung der Zuschüsse hat dazu beigetragen, dass wir die gestiegenen Personalkosten in etwa auffangen konnten“, so der Vereinsvorsitzende.

Die Versammlung des Trägervereins endete mit den Wahlen zum Vereinsausschuss. Den neu formierten Vereinsausschuss bilden demnach: Frank Gilles, Hans Kleinlein, Klaus Schleicher, Wolf van der Weyden, Harjo Herling und Joachim Paul.

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