Jugendwerkstatt Stolberg „beherbergt” mehr schulpflichtige Kinder

Von: dö
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Stolberg. Sie schneiderten Kostüme für die KG Mönsterböscher Jonge, züchteten Pflanzen und führten Holzarbeiten aus, die dem Industriemuseum Zinkhütter Hof zu Gute kamen: die 31 Jugendlichen der Jugendwerkstatt Stolberg.

Neben den werkpädagogischen Angeboten spielt der so genannte Stützunterricht eine große Rolle, bestätigte Gertrud Smets, Leiterin der Jugendwerkstatt, die am Donnerstagabend die Mitglieder des Fördervereines einen Überblick über das Jahresprogramm 2008 verschaffte.

„Unser Klientel wird immer jünger und verlagert sich zunehmend in den Bereich der schulpflichtigen Jugendlichen”, sagte die Leiterin, indem sie darauf hinwies, dass allein 50 Prozent der Jugendlichen ein Durchschnittsalter von 16 Jahren besitzen und von großen schulischen Problemen geprägt sind.

Schulische Probleme, die man in enger Zusammenarbeit mit der auf der Liester gelegenen Propst-Grüber-Hauptschule, der Hauptschule Kögelshäuserstraße und der Förderschule Talstraße sowie der Erteilung von Stützunterricht durch die Pädagogin Sabine Giesker, versuche, in den Griff zu bekommen. Wie Smets versicherte, die den guten Kontakt zu den örtlichen Betrieben hervorhob, standen neben dem Unterricht und den Werkstattangeboten die Betriebspraktikas im Mittelpunkt . So stellten im vergangenen Jahr 20 regionale Betriebe Praktikumsstellen zur Verfügung, die unter anderem die Bereiche Hauswirtschaft, Metallbau, Holzverarbeitung, Hotelgewerbe und Kauffrau- bzw. -mann umfassen.

Gute Kontakte zu Eltern

Des weiteren hob die Hausleiterin den guten Kontakt hervor, der zu den Eltern der betreuten Jugendlichen bestehe. „Die Eltern begleiten unsere Maßnahmen”, versicherte Smets, die bestätigte, dass die Mehrzahl der Eltern sich um ihre Kinder kümmerten und großes Interesse an der Arbeit der Jugendberufshilfe zeigten.

Neu ist die Mittagsverpflegung, so die Berichterstatterin, die hervorhob, dass das Angebot gut angenommen werde und sich inzwischen längst zu einer selbstverständlichen Aufgabe des Werkstattbereiches gemausert habe. Denn gekocht werden die Mahlzeiten nämlich von den Jugendlichen selbst.

Ein große Rolle spielte für die Textilwerkstatt das Schneidern von Kostümen für die Theateraufführung „Der Zauberer von Oz”. Für die Aufführung des Märchens in Bergheim - geistig behinderte Menschen waren die Darsteller - mussten zahlreiche individuelle Kostüme gefertigt werden.

„Dieser umfangreiche Auftrag hat für mehrere Wochen unseren Arbeitsalltag dominiert”, bestätigte Birgit Breidenich von der Textilwerkstatt. Künstlerische Potentiale wurden gefördert als die Projekte: „Portrait, Körper und Silhouette” sowie „Betonköpfe für den Garten” anstanden. Neben den Berichten erfolgten auch Wahlen. Neu formiert wurde der so genannte Vereinsausschuss, der ein Kontrollgremium ist und sich unter anderem um die Arbeit des Vorstandes kümmert.
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