Jugendwallfahrt nach Rom: Ein Treffen mit dem Papst?

Von: -jül-
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Monsignore Norbert Glasmacher leitet die Jugendwallfahrt.

Stolberg. „Der neue Papst hat uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht“, schmunzelt der Monsignore. „Er ist eben unberechenbar.“ Das nimmt Norbert Glasmacher dem Heiligen Vater keineswegs übel, es geht dem Pfarrer nur um das Programm der Jugendwallfahrt nach Rom.

Von Benedikt XVI. war bekannt, dass er nach dem Besuch des Weltjugendtages in Rio de Janeiro direkt wieder in den Vatikan reisen wird, „aber was Papst Franziskus vorhat, das erfahren wir frühestens Ende April“, sagt „Father Norbert“ – wie der Pastor der Gemeinschaft der Gemeinden im Norden Dürens noch am liebsten genannt wird – somit ist eine Begegnung mit dem Papst ungewiss. Vor zwei Jahren noch hatte der Monsignore, der in Kanada umfangreiche Erfahrungen in der Jugendpastoral sammelte, als Assistent von St.-Lucia-Pastor Hans-Rolf Funken die Stolberger Weltjugendtagsfahrt nach Madrid organisiert: Und die Stolberger Jugend machte begeistert mit. Fahrt, Gebete und Impressionen beeindruckten sie so sehr, dass gleich nach der Rückkehr das Sparbuch für den WJT-Besuch in Rio de Janeiro angelegt wurde. Doch der Traum vom Trip an die Copacabana platzte beim näheren Blick auf die Details.

Nicht nur die Kosten für eine Anreise aus Europa nach Südamerika stellten eine Hürde dar, sondern auch das Alter vieler interessierter jugendlicher Pilger. Bei den Teilnehmern aus Stolberg liegt der Altersdurchschnitt bei 20, bei den Dürenern bei 16 Jahren. „Da stellte sich schnell die Frage, in wie weit die Sicherheit der Kinder gewährleistet werden kann“; sagt Glasmacher, die Wallfahrt für Stolberg und Düren koordiniert. Als Alternative zum Zuckerhut bot sich die ewige Stadt an – Rom wird während des Weltjugendtags in Rio (23. bis 28. Juli) das Ziel vieler Pilgergruppen aus Europa sein.

„Wir wollen nun versuchen den Geist des Weltjugendtages in Rom einzufangen“, verspricht der Monsignore. Public Viewing, Zusammentreffen mit weiteren Pilgergruppen aus aller Herren Ländern und gemeinsame Veranstaltungen sind für das Reiseprogramm in der Stadt am Tiber fest eingeplant.

Dazu wird es auf der An- und Abreise auch jede Menge kulturell bedeutender Sehenswürdigkeiten und spirituell bedeutende Orte zu erleben geben. Allen voran natürlich in Assisi, der Stadt des Heiligen Franziskus, dessen Name Kardinal Jorge Mario Bergoglio als Papst angenommen hatte. Aber auch das Schweizer Dorf Einsiedeln mit seinem barocken Kloster sowie Venedig, Ravenna und Florenz nebst Toscana werden für vielfältige Eindrücke sorgen. Die Impressionen aus Rimini dürften vergleichsweise eher als Kontrastprogramm dienen.

„Aber während des Weltjugendtages werden wir in Rom sein und die Gelegenheit haben, Impressionen aus Rio live zu erleben“, möchten „Father Norbert“ und die Jugendlichen die Dynamik und Begeisterung letztlich mit nach Hause bringen können. Und sie hoffen natürlich auch, dass sie in Rom die Gelegenheit haben werden, Papst Franziskus live erleben können. Doch dieser Programmpunkt ist noch ungewiss.

Gewiss ist jedoch, dass die Jugendlichen noch einmal den Kochlöffel schwingen und zu einem „Fine Dining“ einladen, um die Reisekasse aufbessern zu können. Am Samstag, 5. Mai, wird ab 19 Uhr ein erlesenes Vier-Gang-Menü im Rolandshaus aufgetischt. Gourmetkoch Achim Deserno hilft mit seinem Team den jungen Pilgern bei Auswahl und Zubereitung (49 Euro / Anmeldung Pfarrbüro St. Lucia Telefon 26456).

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