Stolberg - Jugendtheater: Radikalisierung nur Mausklick entfernt

Jugendtheater: Radikalisierung nur Mausklick entfernt

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Stolberg. Mit „Jungfrau ohne Paradies“ holen der D-Hof für Kinder und Jugendliche (Aachen) und die Kleinen Offenen Türen St. Castor (Alsdorf) und St. Josef (Stolberg) ein interaktives Theaterstück in die Städteregion Aachen, das Jugendliche zur Auseinandersetzung mit Extremismus anregen soll.

Die Story: Paul träumt davon, ein berühmter Rapper zu werden, der Erfolg will sich allerdings nicht einstellen. Er fühlt sich benachteiligt, sucht Halt im islamischen Glauben und radikalisiert sich schnell. Cem, sein bester Freund, hält von dieser extremen Schwarz- Weiß- Weltsicht überhaupt nichts. Johanna, aus bürgerlichem Elternhaus, ist total verliebt in Paul.

Rebellion und Fanatismus

Aus Rebellion gegen ihre Eltern, deren Fremdenfeindlichkeit sie fassungslos macht, steigert sie sich zunächst in den religiösen Fanatismus hinein. Die konträren individuellen Pläne werden offensichtlich. Woran erkennt man frühzeitig eine Einbahnstraße und wie findet man zurück auf einen geraden Weg?

Über diese Fragen und mehr streiten Cem, Paul und Johanna. Auch von den Zuschauern wird eine Stellungnahme gefordert. In einer Zeit, in der Radikalisierung nur einen Mausklick entfernt sein kann, hinterfragt das Theaterstück Schwarz-weiß-Denken und vermeintliche Helden.

Im Dialog sind die Zuschauer aufgefordert, selbst die Schwerpunkte der Interaktion zu steuern und ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen zu Heldenverehrung, Radikalisierung und Krieg, aber auch zu Respekt, Toleranz und Emanzipation einzubringen.

Das Theaterstück “Jungfrau ohne Paradies” ist eine zeit- und jugendgemäße Angebotsform zur Gewaltprävention für Jugendliche ab 14 Jahren. Es trägt dazu bei, die Verschiedenheit von Menschen wertzuschätzen und rechtsextremistischen und fremdenfeindlichen Tendenzen entgegenzuwirken.

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