Jugendspieler von ASA Atsch auf dem Weg zum Showstar

Von: Ottmar Hansen
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Mehmet Talha Yayan
Freund Miran Saljiu und die Kumpels von ASA Atsch unterstützen ihren Torwart Mehmet Talha Yayan (rechts) beim Millionärsspiel. Foto: O. Hansen

Stolberg. Die erste Runde ist geschafft. 44.100 Mitbewerber auf dem Weg zum Gewinn von einer Million Euro hat Mehmet Talha Yayan aus Stolberg bereits hinter sich gelassen. Der 17-Jährige nimmt am ersten demokratischen Internet- und Fernsehspiel „Millionärswahl“ teil.

Unterstützung erhält er dabei von seinen Freunden aus der A-Jugendmannschaft von ASA Atsch. Die „Millionärswahl“ ist das erste crossmediale Event, bei dem die Teilnehmer demokratisch zum Millionär gewählt werden können. Es entscheiden keine Experten und keine Jury. Die Mitstreiter bestimmen untereinander, wer weiter kommt. Der Gewinner bekommt eine Million Euro. Bis zum 16. November konnten sich die Mitspieler im Internet registrieren lassen. Mit Videos, Fotos oder Texten mussten sie eine eigene Profilseite erstellen. 49.000 Mitspieler wurden zugelassen.

Dann musste Werbung für die eigene Person im Internet betrieben werden. Wer die meisten Stimmen erhält, kommt eine Runde weiter. In mehreren Wahlgängen stimmen die Mitspieler übereinander ab. Erst bleiben 4900 Kandidaten übrig, dann 490 und dann 49. Und diese 49 werden in sieben Fernsehshows auf Sat1 und Pro7 „gesiebt“, bis der Millionär oder die Millionärin feststeht bleibt.

Mehmet Talha Yayan ist bereits in der zweiten Runde, er hofft, bis Sonntag so viele Stimmen sammeln zu können, dass er unter den letzten 490 Mitspielern landet. „Bis auf Platz 311 habe ich mich schon hoch gearbeitet“, sagt der Schüler, der demnächst eine Maler-Lehre antritt, stolz. Sein Video, das er mit seinen Mannschaftskameraden von ASA Atsch gedreht hat, wurde in der Kategorie „Tanz“ sogar am meisten angeklickt.

Wie ist der junge Stolberger auf die Idee gekommen, sich an dem neuartigen TV-Wettbewerb zu beteiligen? Mehmet: „Das war eine spontane Idee. Meine Mannschaftskollegen haben gesagt, ich solle mal zeigen, wie ich tanzen könne. Einer holte sein Handy raus und filmte.“

Die Demonstration der körperlichen Beweglichkeit des Torwarts fand bei Facebook reichlich Zustimmung. Mehmet: „Die haben alle gesagt: Da musst du mitmachen!“ Die Idee, sich bei der Millionärswahl zu bewerben, war geboren. Ein kleines Videofilmchen wurde mit Freunden in der Umkleidekabine von ASA Atsch gedreht. Den Lautsprecher für die Techno-Musik steuerte Trainer Dirk Lennartz bei, der übrigens den tollen Zusammenhalt des A-Jugend-Teams lobt. Und dann wurde richtig losgerappt.

„Unser Ziel ist, unter die letzten 49 Teilnehmer zu kommen“, betont der Freund und Mannschaftskamerad, Miran Saljiu. „Damit wir ins Fernsehen kommen“, schwärmt auch Mehmet Talha Yayan. „Damit wären wir zum ersten Mal live auf dem Bildschirm zu sehen.“

Bis dahin muss sich Mehmet aber noch gegen seine Mitbewerber im Internet durchsetzen. Beim Training am kommenden Montag will die Mannschaft ein neues Video drehen. Auch wenn es nicht bis zur Show im Fernsehen reichen sollte, die Mitwirkung im Spiel sei jetzt schon eine besondere Erfahrung, betont Miran Saljiu.

„Meine Familie hat mich anfangs für verrückt erklärt“, sagt Mehmet Talha Yayan. „Aber inzwischen will auch sei, dass ich gewinne.“ Und wenn es tatsächlich so weit kommen sollte? Was würde Mehmet mit einer Million Euro machen? Da braucht Mehmet nicht lange zu überlegen: „Einen Teil des Geldes würde ich stiften, damit wir in Atsch einen vernünftigen Kunstrasenplatz für unsere Fußballteams bekommen.“

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