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Jugendorganisation reinigt Straßen am frühen Neujahrsmorgen

Von: Toni Dörflinger
Letzte Aktualisierung:
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Garaus für Silvesterböller: Als „Saubermänner“ waren am Neujahrsmorgen diese pakistanischen Moslems unterwegs, die die Mühlener Straßen einer gründlichen Reinigungsaktion unterzogen.

Stolberg. Vor dem Putzen stand das Gebet: Mit einem Gebet und einem anschließenden gemeinsamen Frühstück hat am Mittwoch eine Gruppe pakistanischer Moslems den Neujahrsmorgen begangen. Anschließend nahmen die 20 überwiegend jungen Männer Besen und Schaufel in die Hand, um die Mühle und ihre Straßen vom Silvestermüll zu befreien.

Veranstaltet wurde die Reinigungsaktion von der Jugendorganisation „Ahmadiyya Muslim Jamaat“, die auch in der Kupferstadt eine kleine Ortsgruppe unterhält. Deren Sprecher, der 18-jährige Arsalan Tahir betonte: „Der Islam lehrt, dass der Mensch geboren wurde, um Gott und seinen Mitmenschen zu dienen. Dazu gehören auch ehrenamtliche Tätigkeiten wie die heutige Putzaktion“.

Unterstützt wurden die Stolberger von acht jungen Leuten aus Düren, die ebenfalls als „Saubermänner“ unterwegs waren, um die Überreste von Böllern und Silvesterraketen in die bereitgestellten Müllsäcke und Schubkarren zu befördern. Die dazu benötigten Materialien – unter anderem Handschuhe, Besen und Schaufel – hatte das in Mausbach angesiedelte Technische Betriebsamt der Stadt zur Verfügung gestellt.

Gestartet hatte die Gruppe die Reinigungsaktion an der Europastraße. Von da aus habe man sich kontinuierlich in Richtung Bastinsweiher bewegt, und dabei auch Nebenstraßen wie „Auf der Mühle“ sowie Blau- und Bierweiderstraße nicht vernachlässigt, bestätigte Tahir. Sogar den Mühlener Markt habe man dabei „blitzblank“ geputzt, versicherte der 18-Jährige, der sich ebenso wie seine Kollegen über die vielen Glasscherben und die achtlos im Straßenraum entsorgten Getränkeflaschen ärgerte. Neben den Kollegen aus Düren wurden die jungen Menschen auch von etlichen Erwachsenen unterstützt, die ebenfalls Mitglied der 45-köpfigen pakistanischen Gemeinde sind, die an der Bierweiderstraße einen Gebetsraum unterhält.

Die Reinigungsaktion hat eine lange Tradition – deutschlandweit wurde sie zum 17. Mal am ersten Tag des neuen Jahres veranstaltet. Sie wird von den pakistanischen Moslems als ehrenvolle Arbeit verstanden und soll einen Beitrag zu gesellschaftlichen Entwicklung leisten sowie dazu dienen, soziale Barrieren abzubauen. Ganz im Sinne der Jugendorganisation Ahmadiyya Muslim Jamaat, die sich als friedvolle und tolerante islamische Reformgemeinde betrachtet.

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