Jugendbotschafterin tourt durch Stolberg

Von: Johannes Mohren
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Wenn es um die Jugend geht, gi
Wenn es um die Jugend geht, gibt sie den Ton an: „Chefin” Natalie Lennertz im Gespräch mit dem Vorsitzenden Marcel Künstler und Jugendmoderator Pascal Motter, die sie beide immer optimal unterstützen. Foto: J. Mohren

Stolberg. „Eigentlich alles!”: Natalies Antwort auf die Frage, was sie an ihrer Aufgabe reizt, fällt reichlich kurz aus. Sie hat mit ihrer Familie auf dem Sofa im Wohnzimmer Platz genommen. Ein wenig schüchtern wirkt die 14-jährige Stolbergerin.

Wirklich wundern tut das niemanden, denn es ist ihr erster Pressetermin. Eine (noch) ungewohnte Situation.

Natalie Lennartz ist Jugendbotschafterin der Stolberger „City Starlights”. „Unsere Chefin”, wie der Vorsitzende des Kulturvereins, Marcel Künstler, betont. Eine Chefin, die ihren Job liebt. Das zu zeigen, dafür braucht es keine großen Worte. Worte, an denen es ihr auf der Bühne nicht mangelt. Denn dann, wenn Natalie vor das Publikum tritt, ist sie in ihrem Element. „Ich bin wirklich immer wieder baff. Natalie ist selbstsicher, locker und absolut souverän”, berichtet Künstler. Ein Lob von höchster Stelle, über das sich die 14-jährige bereits in den letzten Monaten immer wieder freuen durfte.

Seit vergangenem Oktober bekleidet die begeisterte Tänzerin das Amt der Jugendbotschafterin. Sie ist die erste, die in die neu geschaffene Position schlüpfte - eine Stellung, die ihr wie auf den Leib geschnitten scheint. Für den Kulturverein ist sie die rechte Frau zur rechten Zeit. Ohne Frage ein echter Glücksgriff. „Wir brauchten ein Oberhaupt, und eine Tollität machte keinen Sinn. So entstand die Idee, eine Botschafterin einzusetzen”, betont Marcel Künstler und verweist damit indirekt auch auf die Ausrichtung der „City Starlights”.

Denn obwohl auch sie in diesen Monaten über die Bühnen des lokalen Karnevals touren, sind sich der Vorsitzende und die 14-jährige Botschafterin, die bereits vor ihrem Eintritt in den Kulturverein die „fünfte Jahreszeit” viele Jahre als Tänzerin bestritt, einig: „Karneval ist toll, aber wir wollen mehr”.

Die „City Starlights” sind ein Verein für das ganze Jahr - und die Mitglieder haben sich im Rahmen einer Neuformierung im vergangenen Jahr noch einmal ganz bewusst der Kultur- und Brauchtumspflege verpflichtet. Die Karnevalsession liegt für sie zwischen Weihnachtsmärchen und Osteraktion. „Uns wird nie langweilig”, schmunzelt Künstler. Vielfalt und Talent sind deshalb von den Aktiven gefordert, Natalie hat ganz sicher beides. „Sie ist das Bindeglied zwischen den Erwachsenen und unseren Star Kids, denen sie ja momentan vorsteht”, erzählt der stolze Vorsitzende.

Doch Natalie, die sich in ihrem Bühnenprogramm „Regenbogenbunt” auf eine tänzerische Weltreise begibt und für Toleranz, Akzeptanz und Gemeinschaft wirbt, ist nicht nur selbst eine routinierte Botschafterin, die mit viel Einsatz vorangeht. Die 14-jährige, die beim Lesen die nötige Entspannung vor und nach ihren großen Auftritten findet, ist nämlich zusammen mit ihren „Star Kids” auch auf der Suche. Sie ist ständig unterwegs in Stolberg und schaut sich während ihrer einjährigen Amtszeit genau um. Denn bei ihrer Ablösung im September soll Natalie einen Orden verleihen. Eine Plakette, für vielseitige, engagierte und intensive Jugendarbeit. Arbeit also, wie sie sie vorlebt und von der sie profitiert.

Einzelpersonen und Gruppen kommen ebenso wie Institutionen für die Auszeichnung in Frage. „Die Vergabe wird nicht nur Ende, sondern gleichzeitig auch Höhepunkt von Natalies Zeit als Jugendbotschafterin sein”, ist Marcel Künstler sicher. Daran, dass Natalie eine gute Entscheidung trifft, zweifelt der Vorsitzende keine Minute. „Wer könnte Jugendarbeit besser beurteilen als Kinder und Jugendliche selbst”, fragt er und liefert die Antwort ohne Zögern gleich mit: „Niemand!”.

Gespannt darf also Natalies Entscheidung erwartet werden. Noch lässt sie sich nichts entlocken. Aber es bleiben ihr ja auch noch einige Monate, um Stolbergs Vereinswelt unter die Lupe zu nehmen, Besuche abzustatten und Vorschläge zu sammeln. Hilfe bekommt sie dabei auch aus ihrer großen Familie, die Natalie nicht nur bei ihrem ersten Pressetermin unterstützt. Und besonders ihre kleine Schwester Vanessa schaut immer genau zu. Sie wird Natalie nämlich im Herbst beerben, verrät Künstler. Dann wird Vanessa in große Fußstapfen treten - denn ihre Schwester Natalie hat als erste Jugendbotschafterin bereits jetzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
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