Jugend in musikalischem und politischem Dialog

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Junge Politik im Dialog: So wie zwischen Junger Union (links) und Jungen Liberalen (rechts) kam es zu vielen Gesprächen über die Parteigrenzen hinweg. Foto: D. Müller

Stolberg. Der Plan war, Jugendlichen eine Veranstaltung zu bieten, die Musik- und Freizeit-Event mit der Möglichkeit politischer Information und Bildung vereint. Das Jugendparlament der Stadt Stolberg organisierte das erste JUKS Open Air auf dem Kaiserplatz der Kupferstadt.

Der Plan ging auf. Insgesamt sieben musikalische Formationen beschallten den Kaiserplatz mit abwechslungsreicher live-Musik, Jugendorganisationen wie die der Feuerwehr oder des THW hatten Info-Stände aufgebaut und die demokratischen Parteien zeigten durch ihre Jungorganisationen Präsenz.

Im Rahmen des Projekts „Generation Jugend - Du hast die Wahl” begaben sich die Jung-Politiker untereinander in regen Dialog. Dabei machten sie den „Großen” vor, wie es eigentlich sein sollte: Freundlich und offen tauschten sie sich parteiübergreifend aus, kommunizierten höflich und respektvoll miteinander und selbst leidenschaftliche Diskussionen waren von demokratischem und menschlichem Grundkonsenz geprägt.

Michael Bosseler vom Jugendtreff Westside ist stolz auf das gelunge Konzept: „Wir wollten einen bunten Abend für die Kids auf die Beine stellen und dadurch ihr Interesse für Politik wecken. Den Termin nach den Ferien und kurz vor der Wahl haben wir absichtlich ausgesucht, um einerseits möglichst Viele anzusprechen und andererseits zum politischen Mitwirken und Gestalten anzuregen. Ich denke man sieht, wir haben unser Ziel erreicht.” Ulrike Bergmann, Jugendpflege der Stadt Stolberg freut sich nicht nur, dass der Jugendbus bei den Teenagern sehr beliebt war. „Die Organisation dieses Abends war im Vorfeld eine Menge Arbeit und extrem zeitintensiv. Trotzdem sind die Mitglieder des Jugendparlaments kontinuierlich bei der Stange geblieben”, lobt Bergmann die Polit-Teenies, die das JUKS Open Air geplant und umgesetzt haben. Bosseler pflichtet bei: „Das Jugendparlament ist aktiv, es sind fitte junge Leute, das haben sie hier heute Abend vor einer breiten Öffentlichkeit unter Beweis gestellt.”

Tatsächlich war sowohl das politische Informations- als auch das Unterhaltungsprogramm des Abends reichhaltig wie vielfältig. Besonders die Jüngeren hatten riesigen Spaß am Aerotrimm, dem Schwerelosigkeits-Simulator und an der Darbietung einer Nachwuchs-Tanzgruppe. Moderiert wurde der Abend von Michelle Schäfer und Nadja Bertram, Mitgliedern des Jugendparlaments der Stadt Stolberg. Beide gehören keiner Jungorganisation einer Partei an, haben aber Spaß an der politischen Arbeit, da sie „das Gefühl haben, etwas zu erreichen und auch beim Bürgermeister Gehör zu finden”, erklärt Michelle. Das musikalische Programm war breit gefächert: Rap und Hip Hop gaben „STO Soundbase” und „Stas & Kinglong” zum Besten, was beim jungen Publikum sehr gut ankam. „Goethes Houseband präsentierten Rock und Grunge, während „Raise 1st” aus Eschweiler ihren gradlinigen Punkrock schmetterten. Power-Metal und Rock der progressiven Art spielten „True False”, bevor „The Coconut Butts” die Trompeten auspackten und mit ihren Punk-Ska die Massen begeisterten. „Last step down”, von ihren Fans ungeduldig erwartet, bildeten mit rockigen Stücken den musikalischen Abschluss des Events.

„Das Open Air war einfach geil und total genial”, zieht Michelle Bilanz. Nadja ergänzt: „Wir haben versucht, so viele Musikrichtungen wie möglich einzuschließen. Es hätte nicht besser sein können. Hoffentlich können wir sowas nochmal machen.” Patrick Pahlke, Sänger „the Coconut Butts” würdigte das „tolle Stolberger Publikum und die super Atmosphäre”, und auch Kevin Bernado von „Raise 1st” war positiv überrascht. „Es war sehr angenehm, dass die Politik sich im Hintergrund hielt. Das Angebot war da, wurde aber nicht aufgedrängt”, empfand der junge Sänger. Sein Bandkollege Friedrich Welz bemerkte: „Hier gab´s gut was auf die Ohren!” Dennis aus dem feiernden Publikum fiebert einer Wiederholung der Veranstaltung entgegen: „Das kostenlose Open Air war super und der Kaiserplatz hat die perfekte Lage, hier können alle Stolberger gut hinkommen.”

Einen Wermutstropfen gab es denn doch. Die Fußballer vom Vfl 08 Vichttal 1927/37 e. V. waren mit Trikots und Ausrüstung umsonst vor Ort. „Die SPD hat in der Nacht das Gerüst für ein Festzelt aufgebaut, so dass wir keinen Platz mehr für unseren Street Soccer Court haben”, berichtete Michelle enttäuscht. Ihre Kollegin will das nicht auf sich sitzen lassen: „Das Jugendparlament wird der SPD die Kosten für den Soccer Court in Rechnung stellen und den Bürgermeister zur Rede stellen” kündigte Nadja an.
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