Jubiläumsmesse in mystischer Form zelebriert

Von: Christoph Hahn
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Von einem traditionellen Kirchenverständnis getragen: Pfarrer Jürgen Urth (3. Von links) nach Ende des Hochamts zur Feier seines 40-jährigen Priesterjubiläums mit (von links) Diakon Harry Bosch, Pfarrer Jürgen Laß und (rechts) Festprediger Dr. Guido Rodheudt aus Herzogenrath. Foto: C. Hahn

Stolberg-Büsbach. In Glaubensfragen zeigt er immer klare Kante: Pfarrer Jürgen Urth macht keinen Hehl daraus, dass er der konservativen bis traditionellen Seite des Katholizismus von Herzen und mit ganzer Überzeugung zugeneigt ist. Gläubige, die ähnlich orientiert sind, machen dankbar von diesem Angebot Gebrauch und besuchen gerne die Messen und Andachten in dem hoch über der Ecke Hostet-/Konrad-Adenauer-Straße gelegenen Gotteshaus.

Da nimmt es denn auch kaum Wunder, dass die Kirche bei dem Hochamt zu Urths 40-jährigen Priesterjubiläum bis auf den letzten Platz gefüllt war. Hunderte von Katholiken gaben dabei dem Jubilar die Ehre, bei der Eucharistiefeier ebenso wie nachher beim geselligen Beisammensein im Pfarrheim, dem Hubertushaus.

Schon vom musikalischen Rahmen her, für dessen Ausgestaltung Kantor Herbert Nell und die Kirchenchöre St. Marien und St. Gertrud aus Herzogenrath sorgten, strahlte der Gottesdienst eine große Pracht aus.

Die Art und Weise, wie Pfarrer Urth sowie seine Mitbrüder Dr. Guido Rodheudt und Jürgen Laß die Messe feierten, betonte besonders die mystische Form der Eucharistie – nicht mit dem Gesicht zum Volk, sondern am von Weihrauch umwölkten Hochaltar, ausgerichtet zum Tabernakel und das Allerheiligste fest im Blick.

Dass bei Urth und in Büsbach um ein überliefertes Verständnis von Kirche und Glauben geht, machte auch Festprediger Guido Rodheudt in seiner Ansprache klar. Als Vorbild für den Priester schlechthin stellte er seinen Zuhörern den heiligen Pfarrer von Ars, Jean-Baptiste Marue Vianney (1786-1859) , vor.

Den „Priester als Wegweiser zum Himmel“ stellte Rodheudt als Gegenentwurf zur Gegenwart dar: „Pfarreien leiden heute unter der Distanz der Gläubigen.“

Um das zu ändern brauche es Geistliche, die sich am Vorbild des heiligen Pfarrers orientieren: „Man ist Priester, um viele Seelen zu retten.“

Rodheudt, den Pfarrer Urth maßgeblich auf seinem Weg zum Priestertum begleitet hat, bescheinigte dem Jubilar, in diesem Sinn „der Kirche in Treue gedient“ zu haben.

Gerade da anderenorts der „Austausch säkularer Nettigkeiten“ und eine „dünne Suppe aus der Zeitgeistküche“ aufgetischt werde, habe Urth „treu der Lehre der Kirche“ gedient – und das „inmitten der Nebel des Irrtums“. Rodheudts Schlussbemerkung wies wieder ins Überzeitliche und schlug damit die Brücke zurück zum Pfarrer von Ars.

Was ihm im Glauben und im Priestersein Halt gibt, dokumentiert Urth im Rahmen der Liturgie mit einer einfachen Geste. Zusammen mit einem Messdiener entzündete er an der Marienstatue vor den Stufen zum Altar eine große Kerze – darauf ein Kelch, der für das Messopfer steht, und die schlichte Inschrift: „Dank an Maria“.

Da war sie wieder, die deutliche Ansage über das, was zählt und im Leben Halt gibt.

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