Stolberg - Jobcenter feiert den Einzug ins neue Zuhause am Kaiserplatz

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Jobcenter feiert den Einzug ins neue Zuhause am Kaiserplatz

Von: slg
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Jobcenter-Geschäftsführer Stefan Graaf (links) und Norbert Hermanns von der Landmarken-AG bei der Schlüsselübergabe. Foto: Gombert

Stolberg. Zwar sei es absolut skandalös gewesen, dass das Amtsgericht 1972 aus der Stadt ins „kleine unbedeutende Nachbardorf“ umgezogen sei, kommentierte Stolbergs Bürgermeister Tim Grüttemeier nicht ganz ernst gemeint. Doch jetzt, so fuhr er fort, sei er froh, dass das altehrwürdige Gebäude am Kaiserplatz dem Jobcenter ein Zuhause biete.

Am Freitagnachmittag ist hat die Behörde nach monatelangem die offizielle Eröffnung der neuen Räumlichkeiten gefeiert.

In den neuen Räumen treffe Historie auf Moderne, erklärte Stefan Graaf, Geschäftsführer des Jobcenters in der Städteregion. Historie, denn die 65 Stolberger Mitarbeiter sind jetzt im alten Amtsgericht und in Räumen des alten Goethe-Gymnasiums, gleich nebenan zu finden. Modern, weil die altehrwürdigen Gemäuer mit modernster Technik ausgestattet seien.

So werden auf Bildschirmen Informationen in zeitgemäßer Form veröffentlicht: Stellenangebote, Fördermöglichkeiten oder auch mal ein Videoclip, der ein Berufsporträt zeigt. Modern auch deshalb, weil der Umzug ins Amtsgericht wohl der letzte gewesen ist, bei dem kistenweise Akten geschleppt werden mussten: Denn die Unterlagen der Jobcenter-Kunden werden in den kommenden Monaten digitalisiert. Derzeit würden die Mitarbeiter entsprechend geschult.

Norbert Hermanns, Vorstandsvorsitzender der Landmarken AG, betonte, dass der Eigentümer des Gebäudes froh sei, das Jobcenter als Mieter gefunden zu haben. „Sie bewegen sich hier beruflich natürlich in einem schwierigen Umfeld. Und für Ihre Kunden ist das auch eine schwierige Lebenssituation.“ Doch er sei der Ansicht, dass man im Goethe-Gymnasium und im Amtsgericht für die Mitarbeiter angenehme Arbeitsplätze und für die Kunden einen angenehmen Ort geschaffen hätte.

Behörde betreut 7000 Menschen

7000 Menschen in Stolberg leben in einer Bedarfsgemeinschaft. Das sei deutlich mehr als in anderen Kommunen der Städteregion, wie Stefan Graaf erklärte. Das sei auf der einen Seite für seine Mitarbeiter eine große Herausforderung.

Auf der anderen Seite biete die Liegenschaft Altes Amtsgericht den großen Vorteil, dass das Rathaus in unmittelbarer Nähe ist. „Mit den Kollegen der Stadtverwaltung und mit denen von der Agentur für Arbeit arbeiten wir sehr eng zusammen“, betonte Graaf.

Im vergangenen Jahr hatte das Jobcenter den Umzug ins Amtsgericht bekannt gegeben. Seit dem Herbst hatte die Landmarken AG das Gebäude so umgebaut, dass es für das Fallmanagement der Behörde geeignet ist. Unter anderem wurde der alte Gerichtssaal so umgestaltet, dass nun in kleineren Büros Einzelgespräche geführt werden können.

Im Zellentrakt entstanden ebenfalls Büros, außerdem Sozialräume für die Mitarbeiter. Im Dezember und Januar erfolgte dann der Umzug. Fast alles ist jetzt fertig – lediglich auf eine Fluchttreppe, die am hinteren Gebäudeteil angebracht werden soll, wartet das Jobcenter noch.

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