Jetzt weiß Schwarz-Rot Aachen viel mehr über die roten Teufel

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Stolberg. „Wir wissen vom Gegner eigentlich nicht viel“, konnte man dem Vorbericht des Gastgebers Schwarz-Rot Aachen entnehmen. Nach dem Spiel hatte sich dieser Status dann wohl geändert und der Stolberger SV Handball bewiesen, wie wichtig eine gute Spielvorbereitung sein kann.

Schwarz-Rot Aachen 2 – SSV Herren 1 26:38 (7:18): Die Stolberger begannen mit einer 5:1-Abwehr, um den Schwarz-Rot Spieler Steffens nicht über die Mitte anlaufen zu lassen. Mit der Auswechslung von Alex Struth in der 11. Minute, er war durch seine Verletzung aus der Vorwoche doch noch nicht vollständig genesen, stellten die Gäste auf eine 6:0-Verteidigung um. Zu diesem Zeitpunkt stand es 7:7, wobei der SSV noch nicht so richtig im Spiel war.

Dies sollte sich jedoch schlagartig ändern. Im Angriff agierte man geduldig, variantenreich und traf von jeder Position. Die 6:0-Deckung von SR kam fast immer einen Schritt zu spät, nachdem sie permanent bewegt wurde. In der Abwehr konnte man nun das Zentrum schließen, den Rückraum fernhalten und das Kreisanspiel verhindern. „In dieser Phase hatte der Gastgeber gegen uns keinerlei Mittel im Positionsangriff. Auf die 2-3 Dinge, die sie spielen, waren wir bestens vorbereitet“, schildert Trainer Bernd Schellenbach. So blieb SR insgesamt 19 Minuten ohne Torerfolg und musste einen 11:0-Lauf des SSV vor der Pause schlucken.

Nach dem Wechsel hielten die Gäste bis zum 29:17 souverän ihren Vorsprung, doch als Tim von der Stein im Gegenstoß so stark gefoult wurde, dass er nicht mehr weiter spielen konnte (Rot für SR), zeigten sich die Stolberger kurzfristig beeindruckt. Kurz danach musste man auch noch 2 Phasen in doppelter Unterzahl überstehen, so dass es nur noch 29:24 stand.

„Wir wurden etwas überhastet und haben dem Gegner leichte Tore erlaubt. Außerdem waren wir zu diesem Zeitpunkt nur noch mit 2 Rückraumspielern auf dem Feld, die beide komplett durchgespielt hatten, und etwas müde wurden. Zusätzlich hatte sich in der 40. Minute noch Torwart David Angermeyer verletzt und konnte nicht weiter spielen“, beschreibt Schellenbach diese Phase.

Nachdem die Stolberger wieder vollzählig waren, nahm man wieder Tempo auf und fand wieder zum Spiel der ersten 40 Minuten, so dass am Ende ein überaus verdienter 38:26 Auswärtssieg auf der Anzeigetafel stand. Ohne die kleine Schwächephase und mit einer noch konsequenteren Chancenauswertung hätte dieser sogar noch deutlich höher ausfallen können.

Mit 10:8 Punkten liegt der SSV nun auf Kurs in der Landesliga, muss aber im nächsten Derby gegen Westwacht Weiden II nachlegen, um den Abstand nach unten zu halten (21. November, 19:45 Uhr, Glashütter Weiher). „Für die Westwacht geht es gegen uns schon um alles. Der Druck ist groß, aber die Mannschaft ist besser als ihr Tabellenplatz und wird uns einen heißen Kampf liefern“, warnt Schellenbach. Um den 5. Sieg in Folge einzufahren freut sich das Team auf die Unterstützung der Zuschauer.

Für Stolberg trafen: Frauenrath, Joshua 9(2), Hampel 5, Lange 1, Sanft 1, Sauer 4, Schlotterhose 8, Staß 2, Von der Stein 8

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